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Präsidentschaftswahlen in der Slowakei begonnen

In der Slowakei haben am Samstag Präsidentenwahlen begonnen. Um die Gunst der rund 4,3 Millionen Wähler bemüht sich eine Rekordzahl von 14 Kandidaten, darunter der amtierende sozialdemokratische Ministerpräsident Robert Fico, dem eine Front bürgerlicher Kandidaten gegenübersteht. Das Interesse der Slowaken an den Wahlen war am Vormittag laut Schätzungen einzelner Wahlkommissionen relativ hoch.

Vor einigen Wahllokalen hatten die Wähler in der Früh schon eine halbe Stunde vor Wahlbeginn gewartet, um ihre Stimme abgeben zu können. In der Slowakei wird allerdings am Wochenende eine starke Sturmfront erwartet. Beobachter befürchten negative Folgen für die Gesamtbeteiligung. Wie es in Medienberichten hieß, beschädigten in einigen nördlichen Regionen bereits gegen Mittag entwurzelte Bäume Stromleitungen und blockierten Straßen, auch einige Haushalte waren bereits ohne Strom.

Für den Nachmittag rief der Meteorologische Dienst sogar die dritte und damit höchste Warnstufe bezüglich Sturmwindes aus. Unmittelbare Probleme aus den Wahllokalen selbst wurden bisher nicht gemeldet. Der Politik überdrüssige Slowaken bemühen sich auch bei gutem Wetter oft nur ungern zu den Wahlurnen, bei der letzten Präsidentenwahl 2009 hatten sich in der ersten Runde nur 43 Prozent und in der Stichwahl 51 Prozent in den Wahllokalen eingefunden.

Politologen erwarteten auch beim aktuellen Urnengang nur eine Beteiligung von rund 50 Prozent. Eine geringe Beteiligung könnte dem favorisierten linksorientierten Premier Fico zugutekommen, seine Wähler gelten als sehr diszipliniert. Die Wahllokale sind noch bis 22.00 Uhr geöffnet, mit ersten Hochrechnungen wird in der Nacht auf Sonntag gerechnet.

(Quelle: S24)

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