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Pro Jahr rund 1000 verletzte Rodler in Salzburg

Salzburg – Rodeln zählt zu den beliebtesten Wintersportarten, doch das vermeintlich harmlose Vergnügen kann zu folgenschweren Unfällen führen. Im Jahr 2007 verletzten sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) insgesamt 1000 Schlittenfahrer in Salzburg.

Insgesamt müssen jährlich in Österreich rund 5000 Personen nach Rodelunfällen im Krankenhaus behandelt werden. “Im Bundesland Salzburg verletzten sich im Jahr 2007 insgesamt 1000 Schlittenfahrer, im milden Winter 2006 waren es rund 900. Damit ist Salzburg nach Tirol das Bundesland mit den häufigsten Verletzten nach Rodelunfällen”, so Rainer Kolator, Leiter des KfV in Salzburg. Etwa 40 Prozent der Verletzungen seien Knochenbrüche, bei einem Fünftel der Verletzten müssen Sehnen- und Muskelverletzungen medizinisch versorgt werden. Rund 700 Rodler zogen sich im Jahr 2007 Kopfverletzungen zu.

Allein die richtige Wahl des Rodelgeräts kann das Unfallrisiko schon enorm verringern. Für Kinder sind Plastikbobs empfehlenswert, die eine Spurführung sowie eine Lenk- und Bremseinrichtung haben. Im Notfall könne man sich leicht hinaus fallen lassen, so das KfV. Auch vom klassischen Holzschlitten gebe es mittlerweile Varianten mit Bremseinrichtung. “Besonders gefährlich sind aufblasbare Gefährte. Sie können selbst im flachen und ungefährlich erscheinenden Gelände sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen, weil die große Auflagefläche kaum in den Schnee eintaucht”, sagt Rainer Kolator. Da bei dieser Rodel meist keine Rillen vorhanden sind, gibt es hier auch keine Spurführung. Das Gerät kann leicht ins Drehen geraten, wodurch Steuern und Bremsen unmöglich wird. “Auf allen Varianten von Rodelgeräten ist es empfehlenswert, einen Helm zu tragen, vor allem für Kinder”, rät Kolator. Auch geeignetes Schuhwerk mit gutem Profil sei empfehlenswert.

Bei der Auswahl der Rodelstrecke sollten Rodelfreunde ein paar Sicherheitshinweise beachten. Tabu sind Forststraßen oder schneebedeckte Straßen und Wege, die für das Schlittenfahren nicht freigegeben sind. Die Gefahr von Zusammenstößen mit Fahrzeugen, Personen oder Gegenständen ist hier besonders groß. Am besten sollte man eigens angelegte Rodelpisten befahren. “Die Unfallgefahr wird beim Schlittenfahren oft unterschätzt. Es werden Hänge gewählt, auf denen man sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. Wird man zu schnell und kann die Geschwindigkeit nicht mehr kontrollieren, kann es rasch zu einem Unfall kommen”, warnt der Leiter des Salzburger Kuratoriums für Verkehrssicherheit.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 05:28 auf https://www.salzburg24.at/archiv/pro-jahr-rund-1000-verletzte-rodler-in-salzburg-59611147

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