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Pro Jahr verletzten sich 300 Salzburger beim Inlineskaten

Salzburg – Rund 4.800 Personen verletzen sich in Österreich jährlich beim Inlineskaten so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. In Salzburg gibt es pro Jahr etwa 300 Verletzte, 56 Prozent davon sind jünger als 25 Jahre, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Viele versuchen einen Sturz mit Händen und Armen abzuwehren, weshalb sich es sich bei den Verletztungen meistens um Knochenbrüche handelt, so Rainer Kolator, Leiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) in Salzburg. Knapp jeder zweite Verletzte (43 Prozent) zieht sich eine Fraktur zu. Mehr als ein Viertel der Verletzten (28 Prozent) erleidet Prellungen oder Sehnen- und Muskelverletzungen. Von Verletzungen betroffen sind mit 58 Prozent überwiegend die oberen Extremitäten wie Unterarme, Handgelenke, Schulter. Das Verletzungsrisiko lässt sich durch das Tragen von Schutzausrüstung (Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschoner, Helm) deutlich verringern.

Die richtige Bremstechnik kann in eigenen Skater-Kursen gelernt werden. Üben sollte man dort, wo niemand gefährdet wird (z.B. Freizeitflächen für Skater, Skatehallen etc.). Gesetzlich genehmigt ist Inlineskaten überall dort, wo auch Fußgänger gehen dürfen. Erlaubte Zonen sind daher: Gehsteig, Gehweg, Fußgängerzone, Wohn- und Spielstraße. Außerdem dürfen Inline-Skater auch auf Radfahranlagen wie Radwegen, gemeinsamen Geh- und Radwegen, Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen und Radfahrüberfahrten skaten.

Außerhalb des Ortsgebietes dürfen Skater auf baulich von der Fahrbahn getrennten Radwegen, nicht aber auf markierten Radfahrstreifen unterwegs sein. Für Inlineskater besteht keine Benützungspflicht von Radfahranlagen, sie sollten allerdings neben Fußgängern besonders langsam fahren. Für Inlineskater auf Radfahranlagen gelten die selben Pflichten wie für Radfahrer: Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, Rechtsfahrgebot, Vorrangregeln und 10 km/h Höchstgeschwindigkeit auf Radfahrüberfahrten. Werden Fußgänger, Radfahrer oder andere Skater überholt, sollte das immer links erfolgen.

Ab zehn Jahren dürfen Kinder mit Radfahrausweis alleine mit Trendsportgeräten wie Skates unterwegs sein, sonst ab zwölf Jahren. Unter 10-Jährige müssen von einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson begleitet werden. Nur in Wohnstraßen gibt es kein gesetzliches Mindestalter, weil dort das Spielen auf der Fahrbahn erlaubt ist.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 01:15 auf https://www.salzburg24.at/archiv/pro-jahr-verletzten-sich-300-salzburger-beim-inlineskaten-59622040

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