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Proteste lähmen Venezuela

In Venezuela geht das Kräftemessen zwischen der linken Regierung und der Opposition weiter. In der Hauptstadt Caracas blockierten am Montag Barrikaden in zahlreichen Straßen den Verkehr. Oppositionsführer Capriles versicherte, die Proteste gingen solange weiter, bis die Anliegen der Demonstranten berücksichtigt würden. Präsident Maduro kündigte für Mittwoch eine "Konferenz des Friedens" an.

Die Demonstration dauern bereits seit Wochen an. Sie verschärften sich seit dem 12. Februar, als bei Protesten drei Menschen erschossen wurden. Unter den Demonstranten sind viele Studenten. Sie demonstrieren gegen die schlechte Wirtschaftslage, die angespannte Sicherheitssituation und Maduros zunehmend autoritären Regierungsstil. Die Regierung wertet die Demonstrationen als Putschversuch "faschistischer Banden" und machte wiederholt auch die USA verantwortlich.

Tausende Rentner waren am Wochenende durch die Hauptstadt gezogen, um Maduro zu unterstützen. Dieser kündigte an, dass rund 9.000 Senioren neu in den staatlichen Pensionsplan aufgenommen würden, der damit insgesamt 2,6 Millionen Rentner umfasse.

Polizeieinheiten versuchten indes, den oppositionellen Ex-General Angel Vivas als mutmaßlichen Anstifter für eine gewaltsame Aktion festzunehmen. Vivas verbarrikadierte sich mit Anhängern in seinem Haus, um sich der Festnahme zu widersetzen. Maduro rief Vivas auf, sich zu ergeben. Der Ex-General war 2009 aus dem Militärdienst entlassen worden, nachdem er Befehle des damaligen Präsidenten Hugo Chavez verweigert hatte.

(Quelle: S24)

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