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Prozess nach Fund von entsorgtem Drogentoten: 20-Jährige verurteilt

Eine 20-Jährige, die einem Gleichaltrigen im Dezember 2010 Drogen gegeben und so seinen Tod verursacht haben soll, ist im Landesgericht Ried im Innkreis am Freitag wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu sieben Monaten Freiheitsstrafe, zwei davon unbedingt, verurteilt worden.

Ihre Mutter und ein Freund - ihnen wird vorgeworfen, die Leiche des 20-Jährigen entsorgt zu haben - bekamen dafür teilbedingte Geldstrafen von 3.600 bzw. 2.700 Euro. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

20-Jähriger starb an Drogen-Cocktail

Ein Fahrzeuglenker hatte die Leiche des Grundwehrdieners im Welser Stadtteil Puchberg im Schnee entdeckt. Im Blut des jungen Mannes fanden die Gerichtsmediziner einen Cocktail aus Heroin, Kokain sowie Beruhigungs- und Aufputschmitteln. Die Obduktion ergab, dass der 20-Jährige vermutlich bereits einen Tag, bevor er gefunden wurde, an dem Drogen-Mix starb.

Mutter half beim Beseitigen der Leiche

Kurz vor seinem Tod soll eine gleichaltrige Frau eine Substitol-Spritze zubereitet und ihm diese geschenkt haben. Nachdem der Präsenzdiener gestorben war, hätten die Mutter der 20-Jährigen und ein Bekannter beim Beseitigen der Leiche geholfen, so die Anklage. (APA)
(Quelle: S24)

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