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Prozess wegen Busunfalls auf Tauernautobahn abberaumt

Salzburg-Stadt – Der für Donnerstag am Salzburger Landesgericht geplante Prozess wegen eines schweren Busunfalls beim Tauerntunnel-Nordportal (A10) vom 17. Dezember 2006 mit 45 Verletzten ist abberaumt worden.

Der beschuldigte Lenker aus Bosnien konnte nicht nach Salzburg reisen, weil er nach eigenen Angaben kein Geld für ein Visum hatte, erklärte Richter Manfred Seiss.Der Bosnier teilte mit, dass er nach dem Verkehrsunfall arbeitslos geworden sei und das für die Einreise nach Österreich erforderliche Visum nicht bezahlen könne. Das Gericht versucht nun, ein kostenloses Visum bei der Sicherheitsbehörde zu beantragen. Andernfalls könne auch in Abwesenheit des Beschuldigten verhandelt werden, hieß es. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.Das Unglück hatte sich nach der Tauerntunnel-Ausfahrt in Flachauwinkel (Pongau) kurz nach Mitternacht ereignet. Der mit 53 Personen besetzte Doppeldecker, der von Zagreb kommend nach Schweden unterwegs war, rammte zuerst eine Trennwand, schlitterte dann rund 40 Meter weit und kippte schließlich um. Dabei wurden 34 Insassen leicht und elf schwer verletzt. Ein nachfolgender Lkw war ebenfalls gegen den Fahrbahnteiler gekracht und umgestürzt. Im Bus saßen Reisende aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien und Schweden.

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