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PSvBG-Volleyball vor dem Aus

„Wenn wir bis Montag nicht 100.000 Euro auftreiben, dann können wir den Spielbetrieb
nicht mehr weiterführen“, so Ulrich Sernow, Trainer und Manager der Spielgemeinschaft von PSV und VBG.

„Saia Burgees-Control“ bis vergangene Saison Hauptsponsor von Salzburgs Volleyballern, musste aus wirtschaftlichen Gründen das Sponsoring beenden. Das Abspringen des deutschen Unternehmens riss ein großes Loch in das Budget des Vereins, der seit 19 Jahren in der Bundesliga spielt.

Salzburgs Volleyballer machten bisher aus den bescheidenen Mitteln die sie hatten, das Beste: Es gibt zwei Bundesligateams, zwei U21-Teams, 25 Nachwuchsmannschaften - insgesamt 350 Mitglieder. Dieser Sport steht in der Landeshauptstadt jedoch vor dem Aus.

„Eine Liganennung wäre fahrlässig“

Kommenden Montag, 15. Juni 2009, ist Nennschluss für die Volleyball-Bundesliga: „Wenn wir bis dorthin nicht das restliche Budget bekommen, dann ist ein Nennung unmöglich. Wir wollen nicht fahrlässig handeln“, so Sernow.

Der Trainer und Manager hat bisher mit 60 Firmen Kontakt aufgenommen um die nötigen Finanzmittel aufzutreiben, bisher jedoch erfolglos.

Einkaufszentrum als kleiner Lichtblick

Brigitte Biberger ist Marketingleiterin des Einkaufzentrums Europark in Salzburg: „Ich verstehe den Gedanken nicht, dass es in Salzburg kein Volleyballer mehr geben soll. Deswegen hat der Europark sein Sponsoring auf 25.000 Euro verdoppelt.“

Weitere Firmen haben sich bisher nicht bereit erklärt dem Verein unter die Arme zu greifen, Gespräche mit Stadt und Land über Subventionen verliefen ebenfalls ergebnislos.

Sernow sieht zwei Möglichkeiten: „Entweder es geht mit dem PSvBG weiter - oder wir bündeln unsere Kräfte und fusionieren zu einem Verein.“ Falls dies so kommt, wird es nur mehr eine Herren oder Damen Mannschaft in der Bundesliga geben. „Dann würden nur mehr die Herren in der Bundesliga spielen, die Damen müssten sich durch sportliche Leistung zurück in die erste Liga spielen.“

Freiwilliger Verzicht auf erste Liga keine Option

„Wenn wir freiwillig auf die Teilnahme an der ersten Liga verzichten, dann steigen die Sponsoren, die an die erste Liga gekoppelt sind, aus - und wir haben gar kein Budget mehr“, so Sernow.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.05.2021 um 11:28 auf https://www.salzburg24.at/archiv/psvbg-volleyball-vor-dem-aus-59620351

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