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Psychisch kranker Motorradfahrer auf A10 unterwegs

St. Michael – Sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährdete ein psychisch kranker Motorradfahrer am Donnerstag auf der Tauernautobahn Richtung Süden. Da er seine Medikamente nicht genommen hatte, legte er ein äußerst aggresives Fahrverhalten an den Tag.

Der 28-jährige Kölner fiel zuerst Autolenkern im Tauerntunnel auf. Trotz Überholverbots und doppelter Sperrlinie wechselte der Mann mit seinem Motorrad die Fahrbahnhälften und überholte mehrere Fahrzeuge. Ein Lenker meldete dies gegen 20 Uhr 50 der Polizei St. Michael.

Die Beamten setzten sich mit der Mautstelle St. Michael in Verbindung und baten um Unterstützung. Der Motorradfahrer solle bis zum Eintreffen der Polizei aufgehalten werden. Der Zweiradlenker machte den Beamten jedoch vorerst einen Strich durch die Rechnung: Bei der Mautabfertigung fuhr er extrem knapp auf das vor ihm stehende Auto auf. Unmittelbar nachdem für den Pkw die Spur freigegeben wurde, startete auch der Motorradfahrer durch und überholte den Pkw noch in der Abfertigungsspur.

Erst die zur Unterstützung angeforderte Patrouille der Polizei Spittal konnte den Lenker bei der Raststätte Eisentratten stoppen. Bei der Einvernahme stellte sich heraus, dass der Kölner unter starken psychischen Störungen leidet. Er war bereits seit zehn Stunden unterwegs gewesen und hatte seine Medikamente in Köln vergessen. Der zugezogene Sprengelarzt stellte die absolute Fahruntauglichkeit des Deutschen fest. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und mit seinem Einverständnis in die Salzburger Christian Doppler Klinik eingeliefert.

Aufgerufen am 11.12.2018 um 09:52 auf https://www.salzburg24.at/archiv/psychisch-kranker-motorradfahrer-auf-a10-unterwegs-59599003

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