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Punkrock wie er sich gehört: Die Ärzte live in Wien

30 Jahre Bandgeschichte, und noch kein bisschen leiser: Am Freitag Abend konnten die Wiener Ärzte-Fans beim ersten der zwei Gigs die drei Stunden lange rockige und auch humorvolle Live-Show der "besten Band der Welt" erleben.

"Die Band hat immer Recht. Die Band ist immer lustig. Du wirst nie jemand anderen so sehr lieben wie Die Ärzte". So die schallende Ansage einer lauten Stimme aus dem Off, kurz bevor Farin Urlaub, Bela B und Rod Gonzales auch schon mit "Ist es noch Punkrock?" als Einstieg die Bühne rockten. Nicht nur ihr Humor, auch die Energie ihrer Live-Shows ist nach drei Jahrzehnten Ärzte wie eh und je präsent. Davon konnten sich die Fans am Freitag Abend in der vollen Wiener Stadthalle überzeugen.

Neu und Alt: Gelungener Mix bei den Ärzten

Langjährige Veteranen werden es wissen: So wie es bei Ärzte-Konzerten gang und gäbe ist, war auch bei diesem Wien-Gig das Publikum quer durchgemischt. Jung und Alt, sitzend oder stehen, ließen sich von den drei charmant-humorvollen Musikern zum Tanzen und Springen bringen (und ja, einige weiblichen Fans entledigten sich auch - gut sichtbar auf der Groß-Leinwand - ihres Oberteils. Ebenfalls eine liebgewonnene Tradition bei Ärzte-Konzerten). Den oberen Rangplätzen wurde das Stillsitzen natürlich nicht erlaubt: "Wer hat gesagt, dass ihr euch setzen dürft?", lautete das Kommando von Farin Urlaub. Aufstehen war sofort angesagt, denn die Ärzte wollten nicht nur musizieren, sondern auch Hüpfen und La-Ola-Wellen von den Anwesenden sehen. En masse. So bunt wie das Publikum war auch die Setlist der Band aufgestellt: Evergreens wie "Unrockbar", "Hurra" oder "Zu Spät" mischten sich mit neueren Hits der beiden letzten Alben "Jazz ist anders" und "auch" (erschienen erst 2012, mehr Infos zu der Platte hier).

Zweites Konzert in Wien am Samstag

So wie auch bereits in Graz spielten die Punkrocker nicht zu knapp: Fast drei Stunden und 36 Songs lang wurde die Stadthalle zum Schwitzen gebracht. Aber es ging nicht immer nur euphorisch dahin: Die kurze Zeit der Nostalgie kam dann, als Farin Urlaub von einer Zeit sprach, in der Musik noch etwas bewirken konnte: "Mit den Liedern, die wir in den 80ern schrieben, haben wir die Welt geschaffen, wie sie heute ist", so die (etwas überspitzte) Ankündigung für "Mein kleiner Liebling". Ein Hitfeuerwerk führte schließlich ins große Finale. Songs wie "Schrei nach Liebe" im Zugabeteil ließen die Fans noch einmal alle Reserven mobilisieren. Irgendwann war jedoch Heimgehen unvermeidbar. "Wir sehen uns dann morgen," so die Ärzte mit Hinweis auf das 2. Konzert in der Stadthalle am Samstag. Durchaus möglich. (Red./(ABE)/APA)

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(Quelle: S24)

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