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Red Bull vorm Schlager auf Sieg eingestellt

Erster gegen Zweiter, Meister 2007 gegen Meister 2008 und die beste gegen die zweitbeste Offensive. Der Schlager der 23. Bundesliga-Runde heißt Red Bull Salzburg gegen Titelträger SK Rapid.

Nach Verlustpunkten bereits sieben Zähler vor dem schärfsten Rivalen um die Meisterschaft, wollen die “Bullen” nicht mit angezogener Handbremse agieren. “Wir wollen im Frühjahr den Takt an- und vorgeben – und damit gleich am Sonntag beginnen”, meinte Co-Trainer Michael Streiter.

“Wir werden am Sonntag auf Sieg spielen. Zuhause wollen wir immer gewinnen, besonders dieses Spiel”, erklärte auch Sportdirektor Heinz Hochhauser, der gemeinsam mit Streiter in Vertretung von Co Adriaanse den obligatorischen Medien-Termin vor dem Spiel wahrnahm (Video). Zu diesem wird der niederländische Coach ab sofort nicht mehr erscheinen. “Der Trainer hat sich nicht immer wohl gefühlt. Es hat Unstimmigkeiten gegeben im Umgang miteinander”, sagte Hochhauser. Adriaanse werde nur noch nach den Spielen Rede und Antwort stehen.

Unentschieden reicht den Bullen nicht

Vermutungen aus der Bundeshauptstadt, wonach sich das heimstärkste Team vor eigener Kulisse mit einem Remis zufriedengeben könnte, wurden jedenfalls eine Abfuhr erteilt. “Die Wiener brauchen sich nicht freuen, dass wir mit einem Unentscheiden zufrieden wären”, meinte Hochhauser, der Bedenken, wonach die Wetterlage auch den Schlager gefährden würde, zerstreute. 400 Mitarbeiter sind laut Club-Angaben im Einsatz, um den bis zu 30.000 Zuschauern in der mit Rasenheizung ausgestatteten Salzburger EM-Arena ein möglichst schneefreies Fußballvergnügen zu liefern.

Erwies sich das denkwürdige Duell in der Mozartstadt im Vorjahr meisterschaftsentscheidend, bemühten sich die Salzburger nun, den Ball flach zu halten. Auch im Falle eines Sieges der Heimmannschaft sei noch keine Entscheidung im Titelrennen gefallen, oder wie es Hochhauser formulierte: “Wer rechnen kann, weiß wieso”.

Duell der Topstürmer

Salzburg gegen Rapid ist auch das Duell der besten Offensivreihen. Sorgte aufseiten der “Bullen” allein Torjäger Marc Janko für 30 der 57 Saisontore des Spitzenreiters, hält Rapid in erster Linie dank des kongenialen Sturmduos Stefan Maierhofer (19) und Erwin Hoffer (14) bei 55 Treffern. Umso größere Bedeutung werden daher auch die Defensivreihen bekommen. Jene der Salzburger erwies sich in der Wintervorbereitung sehr zum Ärger von Adriaanse nicht immer sattelfest.

“Unser Spiel ist auf Angriff bezogen, daher ergeben sich auch hinten viele Räume”, meinte Österreichs Ex-Teamverteidiger Streiter, der die Grundtugenden “kompakt stehen, konzentriert spielen” hervorkramte. Trotz des 0:7 vor elf Monaten dürfen sich die Mozartstädter immerhin als von der Statistik begünstigt betrachten: Von den vergangenen fünf Aufeinandertreffen im Westen ging nur eben jenes Spiel verloren. Außerdem ist der Meister von 2007 in den vergangenen zwei Jahren zum Frühjahresauftakt immer als Sieger vom Platz gegangen.

In personeller Hinsicht darf sich der schwedische Neuzugang Eddy Gustafsson auf sein Pflichtspiel-Debüt im Tor einstellen, Neo-Teamspieler Andreas Ulmer wird wohl noch auf der Bank Platz nehmen. Mit Christoph Leitgeb (Knie) muss Adriaanse einen weiteren ÖFB-Teamkicker vorgeben, weiter im Aufbautraining befindet sich Ex-Kapitän Niko Kovac.

Red Bull Salzburg – SK Rapid (Red-Bull-Arena, Sonntag 15.30 Uhr/liveORF1, SR Meßner). Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (a), 1:0 (h).Mögliche Aufstellungen: SALZBURG: Gustafsson – Bodnar, Sekagya, Opdam, Gercaliu – Pitak, Vonlanthen/Tchoyi, Aufhauser, Jezek – Janko, Zickler. RAPID: Payer/Hedl – Kayhan/Dober, Eder, Patocka, Katzer – Hofmann, Heikkinen, Pehlivan, Boskovic – Maierhofer, Hoffer.

 

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 04:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/red-bull-vorm-schlager-auf-sieg-eingestellt-59613535

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