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Rote Bullen zwingen Rote Armee in die Knie

Die Red Bulls Salzburg haben bei der fünften Auflage ihres Salute-Turniers erstmals das Finale erreicht. Die Gastgeber bezwangen dank ihrer neuen Sturmlinie, die alle Treffer erzielte, den russischen Serienmeister ZSKA Moskau am Samstagabend mit 4:2 (3:0,0:1,1:1).

Etwa 2000 Zuschauer in der Volksgarten Eisarena sahen bereits in der vierten Minute einen Powerplaytreffer von Steve Regier. Kurz danach ließen Mike Siklenka und Maxim Goncharov die Fäuste fliegen, beide kamen mit 2+2+10 Strafminuten davon. Aber die Salzburger machten weiter ihr Spiel, das 4+1 Offensivsystem von Trainer Pierre Pagé brachte an diesem Abend wieder Tempohockey vom feinsten. In der 12. Minute erhöhten die Mozartstädter dank Johnathan Filewich auf 2:0.

ZSKA wirkte etwas ratlos, fand zeitweise gegen die früh angreifenden Salzburger keine Mittel. Drei Minuten später machte Steve Regier seinen zweiten Doppelpack perfekt, das Tor fiel aus einem Gestocher vor dem Tor und wurde erst nach Videobeweis gegeben.

Am Ende machten die Red Bulls auch in 3:5-Unterzahl eine gute Figur und nahmen die Führung mit in die Kabine. Nach der Pause gingen die Russen merklich aggressiver zu Werke und trafen nach knapp zwei Minuten im Powerplay zum ersten Mal. Die Red Bulls hatten danach nicht mehr ganz so viel Raum wie im ersten Abschnitt, und Moskau stand jetzt auch öfter gefährlich vor dem Salzburger Tor. Einige Male rettete Salzburgs Try-Out-Goalie David LeNeveu mit tollen Paraden und hielt seiner Mannschaft damit den Rücken frei.

Zündstoff gab es auf dem Eis nach wie vor zur Genüge, so wurde Daniel Welser etwa nach der Hälfte des Spiels nach einer Rauferei in die Dusche geschickt. Insgesamt verlief das Drittel jetzt recht ausgeglichen . die Red Bulls hatten auch einige gute Möglichkeiten in Überzahl ., der ZSKA aber wurde stärker.

Diese Stärke zeigten sie auch im Schlussdrittel, in dem sie immer sicherer und kampfeslustiger wurden. In der 53. Minute erzielte Moskau dann tatsächlich den Anschlusstreffer, der zu diesem Zeitpunkt auch verdient war. Aber die Red Bulls waren auf der Hut, wollten sich diesen Erfolg nicht mehr nehmen lassen und konnten drei Minuten später bei 5:3-Powerplay noch einmal scoren, Jonathan Filewich erzielte seinen zweiten Treffer in diesem Spiel. Damit war die Sache im Prinzip besiegelt, und da am Ende immer noch viel Energie in der Luft lag, entlud sich diese 13 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal bei einer Rauferei.

Am unglaublichen 4:2-Sieg der Red Bulls gegen ZSKA Moskau änderte dies freilich nichts mehr, und so feierten die Salzburger den ersten Sieg überhaupt gegen eine russische Mannschaft dieses Formats.

Kapitän Thomas Koch: „Das ist ein Traum. Jeder träumt irgendwie davon, einmal eine dieser berühmten russischen Mannschaften zu schlagen. Trotzdem müssen wir uns jetzt erst einmal voll auf das morgige Finalspiel konzentrieren, die Chance auf den Sieg beim eigenen Turnier kommt auch nicht jeden Tag.“ Und dort wartet Sparta Prag.

Red Bull Salute 2009, Tag 2, Gruppe B:

EC Red Bull Salzburg . ZSKA Moskau 4:2 (3:0, 0:1, 1:1). Tore: Regier (4./PP, 15.), Filewich (12., 55./PP2) resp. Rylov (22./PP), Dimitrakos(53./PP).

 Alle bisherigen Ergebnisse der Gruppe B auf einem Blick:

EC Red Bull Salzburg – ZSC Lions 5:0 (0:0, 1:0, 4:0);ZSC Lions – ZSKA Moskau 2:4 (1:2, 1:1, 0:1);EC Red Bull Salzburg – ZSKA Moskau 4:2 (3:0, 0:1, 1:1).

Endstand in der Gruppe B: 1. EC Red Bull Salzburg, 2. ZSKA Moskau, 3. Adler Mannheim.

Alle Spiele des Finaltages, Sonntag, 30. August 2009:

Um Platz 5:  Adler Mannheim – ZSC Lions 12.30 Uhr

Um Platz 3:  Espoo Blues – ZSKA Moskau 16.00 Uhr

Finale:  HC Sparta Prag – EC Red Bull Salzburg 19.30 Uhr

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.05.2021 um 06:29 auf https://www.salzburg24.at/archiv/rote-bullen-zwingen-rote-armee-in-die-knie-59623741

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