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Runder Tisch zur Impfaktion gegen Blauzungenkrankheit

Salzburg – Landesrat Sepp Eisl hatte am Dienstag zu einem Runden Tisch mit Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit, der Landwirtschafts­kammer, der BIO Ernte, der IG Milch, des Nutzviehmarktes und der Landes­veterinärdirektion geladen.

Anlass waren die zunehmende Diskussion und Kritik rund um die vorgeschriebene Impfaktion von Salzburger Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit, wie Landesrat Sepp Eisl am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. “Trotz intensiver Informationsarbeit gibt es bei den Bauern viele Fragen rund um die Krankheit und die Impfung. Fragen, die wir beantworten müssen, um die Unsicherheit zu beseitigen und die Tiergesundheit nicht zu gefährden.”

Elisabeth Marsch vom Gesundheitsministerium ging ausführlich auf die in der Diskussion gestellten Fragen und geäußerten Bedenken ein. Damit konnten auch die in der vergangenen Woche beschlossenen Resolution angeführten Punkte im Wesentlichen erfüllt bzw. Unklarheiten aus dem Weg geräumt werden.

Marsch betonte, dass sie selbst vor einigen Jahren noch gegen eine Impfung eingetreten wäre, durch die europaweiten Vorkommnisse aber nun für eine Impfung eintrete, als einzige Möglichkeit zur Sicherung des Tierbestandes. “Der Impfstoff ist in Österreich zugelassen, es gibt keinen Impfstoff, der international zugelassen ist. Der in Österreich eingesetzte Impfstoff ist erprobt, enthält kein Quecksilber, ist zur Gänze rückstandsfrei und zu 100-Prozent Gentechnikfrei.”

Die Impfung gefährde nicht den Bio-Status von Erzeugern, erklärte Landesrat Eisl. Man wolle weder die Tiere nicht gefährden noch den Bauern schaden. Deswegen sei die verpflichtende Impfung unerlässlich. Eine Freiwilligkeit wie von Einzelnen gefordert sei laut Ministerium nicht möglich, so Eisl. Der Zeitpunkt für die Impfung sei jetzt im Winter gerade richtig.

Die Ergebnisse der rund zweistündigen Diskussion:

Die bereits geplanten Infoveranstaltungen werden in allen Bezirken rasch umgesetzt. Die Infoveranstaltungen finden – soweit möglich – vor Impfbeginn statt. Ab Mittwoch,10.12. 2008, 8 Uhr ist in der Landesveterinärdirektion eine Impfhotline eingerichtet. Unter der Nummer 0662-8042-3638 können Fragen und Sorgen deponiert werden. Auf Anregung von DI Schwaighofer von BIO Ernte werden die Veterinäre im Rahmen der Impfung ein Infoblatt austeilen. Dieses soll zu einem umfassenden Monitoring der Impfung eingesetzt werden. Alle Gruppen, Interessensvertretungen und Vereine transportieren Informationen und tragen damit zu einer Erhöhung des Wissensstandes rund um die Krankheit und die Impfung bei. Eisl bat stellvertretend alle Anwesenden, nicht zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung und Bauernschaft beizutragen.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 15.05.2021 um 12:35 auf https://www.salzburg24.at/archiv/runder-tisch-zur-impfaktion-gegen-blauzungenkrankheit-59609092

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