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Salzburg AG: Umsatz 2013 um 7,7 Prozent gefallen

Die Salzburg AG hat im Geschäftsjahr 2013 Umsatzeinbußen von 7,7 Prozent verzeichnet. Der Umsatz sank von 1,47 Mrd. Euro auf 1,36 Mrd. Euro, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht. Dieser wurde am Dienstag, in der Aufsichtsratssitzung präsentiert. Der Bilanzgewinn ist von 16,7 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 22,5 Mio. Euro gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt 42,8 Mio. Euro, damit wurde eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (39,1 Mio. Euro) erzielt. Die Eigenkapitalquote liegt dem Unternehmen zufolge bei 51,7 Prozent (2012: 50,2 Prozent). Den drei Eigentümern - Land und Stadt Salzburg sowie Energie AG Oberösterreich - wird eine Dividende von 18,7 Mio. Euro ausbezahlt. Das Investitionsvolumen der Salzburg AG umfasste rund 122 Mio. Euro.

"Geänderte Marktbedingungen"

Der Umsatzrückgang wurde mit geänderten Marktbedingungen begründet. "Die Strompreise sind gefallen, dadurch wurde weniger Geld mit Strom verdient. Es gab aber auch weniger Ausgaben für den Stromzukauf", erklärte Sigi Kämmerer, Sprecher der Salzburg AG, zur APA.

"Das Jahr 2013 war energiewirtschaftlich ein solides Jahr. Zwar brachte das Hochwasser im Juni Erzeugungsausfälle, diese konnten durch den umsichtigen Einsatz der Ressourcen wieder wettgemacht werden", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Struber.

Mehr Strom - weniger Wasser

Die Stromabgabe an Endkunden im Netz der Salzburg AG ist auf 3,6 Mrd. Kilowattstunden gegenüber 2012 leicht gestiegen. Die Gasnetzabgabe sank um 2,1 Prozent auf 3,1 Mrd. Kilowattstunden (kWh). Bei der Fernwärme lag die Gesamtabgabe mit 970,9 Mio. kWh um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau - eine Schwankung, die laut Salzburg AG in erster Linie auf die Witterung zurückzuführen ist. Der Wasserverbrauch ist mit 11,5 Mio. Kubikmeter im Vergleich zu 2012 leicht gesunken.

Insgesamt betreibt die Salzburg AG 28 Wasserkraftwerke mit einem Gesamtarbeitsvermögen von 1.153 GWh. Zudem verfügt der Energieversorger über zwei Heizkraftwerke sowie zahlreiche Biomasse-, Biogas-, Photovoltaik- und Ökoanlagen. Aufgrund des Hochwassers im Sommer 2013 war die Erzeugung der Wasserkraftwerke leicht rückläufig. Sie liegt mit 1.464,4 Mio. kWh zwar 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, jedoch mit 3,3 Prozent über dem Regelarbeitsvermögen.

Mehr Fahrgäste in den Obussen

Die Salzburger Lokalbahnen (SLB), die Verkehrsservices der Salzburg AG, befördern rund 50 Mio. Fahrgäste pro Jahr. In der Stadt Salzburg übertraf der Obus mit 40,9 Millionen Fahrgästen das hohe Vorjahresniveau, hieß es in der Aussendung. Die Lokalbahn beförderte im Jahr 2013 über 4,8 Mio. Fahrgäste. Eine Steigerung der Fahrgastzahlen erreichte die Festungsbahn: 1,75 Mio. (plus vier Prozent) Fahrgäste nutzten 2013 die Bahn zum Salzburger Wahrzeichen.

Salzburg AG will mehr Energieeffizienz

"Wir sehen die Steigerung des Anteils von Energie aus Wasserkraft, Sonne oder Biomasse in Salzburg seit langem als eine unserer wichtigsten Aufgaben", erklärte Vorstandssprecher August Hirschbichler. "Schon jetzt kommen mehr als 90 Prozent des an die Salzburger Haushalte gelieferten Stroms aus erneuerbarer Energie, der überwiegende Teil stammt aus Wasserkraft. Doch die Wende können wir nicht schaffen, wenn wir nicht noch bewusster mit Energie umgehen. Die Steigerung der Energieeffizienz ist und bleibt daher das Leitthema für unser Unternehmen." (APA)

(Quelle: S24)

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