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Salzburg baut Krebsbehandlung weiter aus

Salzburg – In den vergangenen Jahren hat die Salzburger Gesundheitspolitik einen klaren Schwerpunkt bei der Behandlung von Menschen mit Krebserkrankung gesetzt.

So hat sich die Zahl der Patienten in der III. Medizin der Universitätsklinik in der Stadt Salzburg fast verdoppelt, führte Richard Greil, Vorstand der Innere Medizin III, am Freitag bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Gesundheitsreferentin LH Gabi Burgstaller (S) aus. Salzburg werde die Krebsbehandlung weiter ausbauen, kündigte Burgstaller an.

 

An der Universitätsklinik für Innere Medizin III verzeichnete man von 2004 bis 2008 eine Steigerung von 74 Prozent bei den stationären Behandlungsfällen (von 7.430 im Jahr 2004 auf 12.940 im Vorjahr). Im ambulanten Bereich wurden die Fälle immerhin um 35 Prozent gesteigert, von 13.500 im Jahr 2004 auf über 18.000 2008. Begünstigt von dieser Entwicklung seien in besonderem Maß Frauen, erläuterte die Gesundheitsreferentin. Gleichzeitig sei in den vergangenen Jahren in Salzburg mehr Gelder für onkologische Behandlungen investiert denn je zuvor, so Burgstaller. Auch bei den Medikamentenkosten wäre ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Als Ursachen für diesen Anstieg der Krebsbehandlungen nannte Greil einerseits längere Überlebenszeiten Erkrankter und die daraus resultierende mehrmalige Behandlung, andererseits jedoch auch die stete Zunahme von Tumorerkrankungen. Der Primar verwies darauf, dass sich zum Beispiel die durchschnittliche Überlebenszeit von Patienten innerhalb der vergangenen 15 Jahre von fünf bis sechs Monate auf mehr als 30 Monate verlängert habe. Parallel dazu habe die Zahl der Krankheitsformen, die man erfolgversprechend behandeln könne, deutlich zugenommen: Etwa beim Nierenzellkrebs, bei dem man nun drei neue lebensverlängernde Substanzen zur Verfügung habe. Bei einigen aggressiven Brustkrebsformen im Spätstadium habe sich die durchschnittliche Überlebenszeit verdoppelt.

Die Landeshauptfrau nannte vier Ziele: Spitzenmedizin ausbauen und zu den Menschen bringen, ein Tumorzentrum im Landeskrankenhaus und den Ausbau der Krebsvorsorge. Im Vordergrund des Ausbaus der onkologischen Behandlung stehe dabei der Zugang aller Menschen zur Spitzenmedizin, der konsequent fortgesetzt und gestärkt werden soll. Vorangetrieben wird der Ausbau der stationären und tagesklinischen Bettenkapazitäten in der Onkologie, der Universitätsklinik Salzburg für Innere Medizin III. Darüber hinaus werden die Kooperationen zwischen der Onkologie und den Spitälern in Schwarzach im Pongau, Zell am See und Tamsweg verstärkt. Das bedeute, dass die Spitzenmedizin den Patientinnen und Patienten näherkommen werde, sagte Burgstaller. “Die verstärkte landesweite Kooperation aller Krankenanstalten und der niedergelassenen Ärzte soll gewährleisten, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Wohnort, nach dem letzten Stand der medizinischen Erkenntnisse behandelt werden.”

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.05.2021 um 11:33 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburg-baut-krebsbehandlung-weiter-aus-59611231

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