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Salzburg Bulls: Abwanderung steht bevor

Vor dem wichtigen Meisterschaftsmatch gegen die St. Pölten Invaders gaben die Bulls bekannt, ihre Matches nicht mehr in Gnigl auszutragen und die Play-Off-Partien in Eugendorf bestreiten zu wollen.

Erfolgreich aber heimatlos: Sportlich läuft derzeit beim Salzburger Football-Team alles nach Wunsch. Das Finale der zweithöchsten Liga Österreichs, die Silverbowl, ist in unmittelbarer Reichweite. Dennoch plagen den zweifachen Meister Sorgen.

Die Sportanlage in Gnigl dient derzeit als Austragungsstätte für die Heimspiele der Mozartstädter. Der Klub würde die Partien aber gerne auf einem anderen Platz des ASKÖ austragen. „In Gnigl haben wir keine Tribünen für die Zuschauer und es ist schwierig, eine ordentliche Kassa zu führen, da es Möglichkeiten gibt, auch ohne zu zahlen auf den Platz zu gelangen”, erklärte Peter Marazeck, Vorstandsmitglied der Salzburg Bulls, vor einiger Zeit.

Bestrebungen, die kommenden Spiele auf der Anlage des ASV Itzling auszutragen, sind gescheitert. „Die Ressourcen sind nun mal nicht unendlich. Die Sportanlage in Itzling gehört außerdem dem Verein und sie können daher entscheiden, wen sie darauf spielen lassen und wen nicht. Das müssen auch die Bulls einsehen”, sagt ASKÖ-Landesgeschäftsführer Reinhold Bärenthaler.

Die bevorstehenden Play-off-Spiele wollen die Bulls auf keinen Fall in Gnigl bestreiten. Es laufen bereits Verhandlungen mit anderen Vereinen. Unter anderem mit Eugendorf. Ein Abwandern in den Flachgau ist wahrscheinlich. „Eugendorf hat eine Tribüne, die sehr nahe am Spielfeld liegt. Sollten wir das Finale erreichen, rechnen wir mit bis zu 1000 Zuschauern”, so Marazeck. Neben Eugendorf zählen Grödig, Seekirchen und Rif zu den Alternativen, die in Frage kommen. Die ursprüngliche Idee, zwei Spiele in der Red Bull Arena auszutragen, sind ebenfalls gescheitert. „Wir haben alles versucht, aber die Betreiber des Stadions haben sich schlussendlich dagegen entscheiden. Warum auch immer”, erklärt Walter Pfaller, Geschäftsführer der Landessportorganisation Salzburg.

Sportlich geht es für die Bulls bereits an diesem Samstag (14 Uhr) weiter. Dann kommt es in der laufenden Meisterschaft zum Retourspiel gegen die St. Pölten Invaders. Das Hinspiel in Niederösterreich gewannen die Salzburger souverän mit 45:20. Neuzugang Will Galusha steuerte 32 Punkte bei. Dementsprechend zuversichtlich gehen die Bulls in die Partie. „Derzeit sind bis auf Andreas Diwald alle fit. Wir dürfen nichts anbrennen lassen”, gibt sich Marazeck optimistisch. Diwald, österreichischer Teamspieler, wurde vor kurzem an der Schulter operiert. Marazeck: „Er will unbedingt bei der B-Europameisterschaft im August spielen. Aber vielleicht steht er uns schon in den Play-off-Partien zu Verfügung.”

(Quelle: S24)

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