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Salzburg gegen Ried am Sonntag: Janko vor Comeback?

Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg will am Sonntag (18.00 Uhr) im Heimspiel gegen Ried von Erfahrungen aus der Fußball-Europa-League profitieren. Die Salzburger hatten sich schon am Donnerstag gegen Lewski Sofia (1:0) mit einem Abwehrriegel konfrontiert gesehen, dabei aber nicht die Geduld verloren. Von den Riedern wird eine ähnlich kompakte Defensive erwartet.

“Es kann sein, dass dieses Spiel nicht unähnlich wird”, erklärte Salzburg-Trainer Huub Stevens. “Daher ist es eine gute Gelegenheit, aus den Fehlern, die wir gegen Sofia gemacht haben, zu lernen.” Der Niederländer hatte unter anderem fehlende Ruhe im Spielaufbau ausgemacht. Sein Team hatte zwar dominiert, die wenigen klaren Torchancen aber nicht ausreichend verwertet.

Die Salzburger hoffen daher auch auf die Rückkehr von Marc Janko – und die Chancen stehen gut. Der Stürmerstar hatte sich in München einer Spezialbehandlung seines lädierten Oberschenkels unterzogen und offenbar gut darauf angesprochen. “Wir müssen sehen, welche Spieler fit werden”, sagte Stevens, der im Mittelfeld umstellen muss. Nikola Pokrivac ist nach Gelb-Rot bei der Austria (0:1) gesperrt, Christoph Leitgeb wegen eines Muskelproblems fraglich.

Die Rieder haben ihre vergangenen fünf Gastspiele in Salzburg allesamt verloren und dabei nur ein Tor erzielt. Im einzigen bisherigen Saisonduell fügten die Oberösterreicher den Bullen aber zu Hause dank eines späten Tores des mittlerweile zu Rapid abgewanderten Hamdi Salihi mit 1:0 eine ihrer bisherigen zwei Liga-Niederlagen zu. “Wir haben großen Respekt vor Ried”, betonte Stevens. “Das wird wieder eine ganz, ganz schwere Aufgabe.”

Kaum eine Mannschaft stehe defensiv so kompakt wie die Rieder, die sich nach schwachem Start mit acht Punkten aus vier Spielen auf den fünften Tabellenplatz geschoben haben. “Ried wird uns sicher zu 100 Prozent fordern”, meinte Stevens, der in der Liga auf eine perfekte Heimbilanz verweisen kann – nach fünf Spielen halten die Salzburger bei fünf Siegen und 20:6 Toren. Von den vergangenen 23 Heimpartien auf nationaler Ebene hat Salzburg 21 gewonnen.

“Für uns wird es sogar doppelt schwer, weil die Salzburger jetzt zweimal hintereinander auf Kunstrasen spielen”, meinte Ried-Coach Paul Gludovatz, der seine Mannschaft auf ähnlichen Bedingungen in Vöcklamarkt hatte üben lassen. Gludovatz dürfte in Wals-Siezenheim auf sein bewährtes 3-3-3-1-System setzen, hat die zuletzt gesperrte Rapid-Leihgabe Thomas Schrammel wieder mit an Bord.

Als Solospitze dürfte erneut der 20-jährige Atdhe Nuhiu fungieren, ein Tor war den Riedern in Salzburg aber schon mehr als ein Jahr nicht vergönnt. Auswärts sind die Innviertler fünf Partien sieglos. “Die Auswärtsschwäche ist nicht von der Hand zu weisen, aber dafür habe ich keine Erklärung”, gestand Gludovatz. Auch nicht für den überraschend guten fünften Tabellenplatz. “Wir sind an einer Stelle, an der ich uns nicht erwartet habe”, sagte Gludovatz.

(Quelle: S24)

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