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Salzburg hat gewählt: Endergebnis für Stadt steht fest

Seit Montagvormittag liegt auch für die Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg das endgültige Gesamtergebnis vor. Bei der Gemeinderatswahl am Sonntag blieb die SPÖ Nummer 1. Für die ÖVP setzte es die stärksten Verluste, sie blieb aber Zweite. Wahlgewinner waren die NEOS. HIER finden Sie das Ergebnis Ihrer Gemeinde.

Dieses brachte zwar keinerlei Verschiebungen mehr, allerdings haben die NEOS als viertstärkste Gruppierung den Vorsprung auf die FPÖ von drei auf sechs Stimmen vergrößern können. Aufgrund kleiner Ungereimtheiten mussten am späten Sonntagabend die Stimmzettel in der Stadt Salzburg noch einmal ausgezählt werden. Für die Verteilung der Mandate und Sitze im Stadtrats-Kollegium hatte dies aber keine Bedeutung mehr.

NEOS sind die großen Sieger

Die SPÖ verlor demnach gegenüber 2009 2,8 Prozentpunkte und liegt nun bei 33,0 Prozent, die ÖVP kam auf 19,4 Prozent (minus 8,4). Die Grünen büßten 2,9 Prozentpunkte ein und halten nun bei 13,5 Prozent, die NEOS halten wie die FPÖ (minus 0,9) bei 12,4 Prozent, wobei die NEOS über sechs Stimmen mehr verfügen. Die Bürger für Salzburg erzielten 3,4 Prozent, was für den Einzug ins Stadt-Parlament reicht. Gescheitert ist hingegen der Stronach-Ableger Team Salzburg, der es lediglich auf 1,6 Prozent der gültigen Stimmen brachte.

Geringste Wahlbeteiligung Salzburgs

Im Gemeinderat verfügt die SPÖ damit weiterhin über 15 Sitze, die ÖVP jetzt über 8 (minus 3). Die Grünen verloren ein Mandat und halten nun bei sechs Sitzen, die FPÖ (plus/minus 0) und die NEOS sind jeweils mit fünf Gemeinderäten vertreten und die Bürger für Salzburg erhielten einen Sitz. Die Zahl der Regierungssitze verteilt sich wie folgt: SPÖ 2, ÖVP 1, Bürgerliste 1 und NEOS 1.

Mit 49,67 Prozent war die Wahlbeteiligung an diesem Sonntag bei Gemeinderatswahlen in der Stadt Salzburg so gering wie noch nie.

Jubelstimmung und Trübsalblasen

Naturgemäß recht unterschiedlich haben die Parteien auf den Ausgang der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg am Sonntag reagiert. Groß war die Freude bei den NEOS und der SPÖ, Trübsalblasen herrschte hingegen bei der ÖVP, gehadert haben auch die Grünen.

Jubelstimmung bei den NEOS. Foto: Neumayr Salzburg24
Jubelstimmung bei den NEOS. Foto: Neumayr
Jubelstimmung bei den NEOS. Foto: Neumayr

 

Bürgermeister-Stichwahl

Schaden war zufrieden mit dem Wahlausgang: "Das Ergebnis freut mich natürlich, das hätte vor einigen Monaten auch nicht jeder geglaubt." "Die SPÖ ist die stabile Kraft im Gemeinderat. Es wird in 14 Tagen eine Stichwahl geben, da heißt es rennen, wir werden klar Schiff machen", wies Schaden auf die kommende Bürgermeister-Stichwahl in zwei Wochen (23. März) hin. Seinem Kontrahenten Harald Preuner, ÖVP-Vizebürgermeister, schüttelte er freundlich die Hand. "Ich gratuliere Preuner, dass er in die Stichwahl kommt."

Sie gehen in die Bürgermeister-Stichwahl: Heinz Schaden und Harry Preuner. Foto: APA/Gindl Salzburg24
Sie gehen in die Bürgermeister-Stichwahl: Heinz Schaden und Harry Preuner. Foto: APA/Gindl
Sie gehen in die Bürgermeister-Stichwahl: Heinz Schaden und Harry Preuner. Foto: APA/Gindl

 

Preuner selbst zeigte sich naturgemäß enttäuscht über das Abschneiden der ÖVP. "Heute ist kein erfreulicher Tag", konstatierte der Spitzen- und Bürgermeisterkandidat. Er werde jetzt für die Bürgermeister-Stichwahl werben, gab er sich dennoch kämpferisch. Die NEOS zeigten sich mit ihrem Premieren-Ergebnis mehr als zufrieden. "Dieses überwältigende Ergebnis zeigt unser Potenzial für die Zukunft", sagte Parteichef Matthias Strolz.

Schlechte Wahlbeteiligung

Einen neuen Negativrekord hat es hinsichtlich der Wahlbeteiligung gegeben: Laut vorläufigem Endergebnis sank diese von 57,05 Prozent im Jahr 2009 auf 49,37 Prozent. 2004 waren noch 64,8 Prozent an die Urnen gegangen.

SPÖ konnte nur eine Hochburg zurückeroben

Landesweit sind die Sozialdemokraten mit ihrer Ansage, mehrere ehemalige Hochburgen zurückerobern zu wollen, gescheitert. Einzig in der Eisenbahnerstadt Bischofshofen ist dieses Vorhaben gelungen - dort ist der amtierende ÖVP-Ortschef nicht mehr angetreten. Einen roten Hoffnungsschimmer gibt es noch in Neumarkt am Wallersee: Hier kommt es zwischen Schwarz und Rot in zwei Wochen zur Stichwahl. In insgesamt sieben Dorfstuben verfügt die SPÖ nun über eine absolute Mehrheit, in der vorigen Periode war dies noch in zehn Gemeinde-Parlamenten der Fall. Das beste Ergebnis fuhren die "Roten" einmal mehr in der Pongauer Gemeinde Schwarzach ein, wo sie mit knapp 74 Prozent sogar noch um eineinhalb Prozentpunkte zulegen konnte.

ÖVP bleibt dominierende Kraft in den Gemeinden

Die Gemeindevertretungswahlen haben im Bundesland Salzburg in einzelnen Gemeinden durchaus erhebliche Veränderungen, landesweit unterm Strich aber keine großen Umwälzungen gebracht. Die ÖVP konnte ihre Vormachtstellung in den Kommunen mit leichten Einbußen verteidigen, etwas stärkere Verluste setzte es für die SPÖ, leicht zulegen konnten FPÖ, Grüne und Namenslisten. In 73 der 119 Salzburger Gemeinden hat die Volkspartei die absolute Mehrheit errungen, das ist um ein Ort mehr als vor fünf Jahren. Und in 91 von 119 Gemeinden stellt die ÖVP den Bürgermeister. Somit bleiben die Schwarzen weiterhin die "Bürgermeisterpartei."  HIER gibt es das Detailergebnis Ihrer Gemeinde.

Landesweit 2,94 Prozent für die NEOS

Der Erfolg der NEOS und der Misserfolg des Team Stronach zeigen sich deutlich auch im vorläufigen Gesamtergebnis der Salzburger Gemeindewahlen: Die NEOS kommen, gemessen an den gültigen Stimmen in ganz Salzburg, auf 2,94 Prozent, und das Team Stronach auf nur 0,49 Prozent. Dies obwohl die NEOS in vier und damit in einer Gemeinde weniger angetreten sind als das Team Stronach. Der große Unterschied erklärt sich vor allem mit dem Ergebnis der Landeshauptstadt: Dort lukrierten die NEOS 6.648 Stimmen, während das Team "Edi" (Mainoni) nur 845 Wähler hatte. Mit den fünf Hauptstadt-Mandaten stellen die NEOS insgesamt neun Gemeinderäte, das Team Salzburg ging in der Landeshauptstadt leer aus und kommt landesweit auf zwei. (APA)

 

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(Quelle: S24)

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