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Salzburg verzeichnet Zunahme von "alternativen" Pkw

Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist Salzburg das einzige Bundesland mit einer Zunahme der Verkäufe von Pkw mit alternativem Antrieb. Der VCÖ fordert eine stärkere Ökologisierung der Kfz-Steuern.

Salzburg ist Österreichs einziges Bundesland, in dem im 1. Quartal die Zahl der Pkw mit alternativem Antrieb gestiegen ist, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Insgesamt ist in Österreich die Zahl der Pkw mit alternativem Antrieb rückläufig. Der VCÖ weist darauf hin, dass mittelfristig alternative Antriebe dennoch Zukunft haben. Der VCÖ fordert eine stärkere Ökologisierung der Kfz-Steuern.

30 Pkw mit alternativem Antrieb wurden im 1. Quartal in Salzburg gekauft, um neun mehr als im 1. Quartal 2008. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass damit Salzburg das einzige Bundesland ist, wo die Zahl der Neuzulassungen von Pkw mit Erdgas-, Elektro- und Hybridantrieb deutlich gestiegen ist. Salzburg liegt im Bundesländer-Vergleich hinter Vorarlberg bereits an zweiter Stelle. Der Anteil dieser Pkw an den Neuzulassungen betrug im 1. Quartal 0,62 Prozent, im 1. Quartal 2008 waren es erst 0,35 Prozent und im 1. Quartal 2007 nur 0,17 Prozent.

“Die Krise bremst die Bereitschaft, Autos mit alternativem Antrieb zu kaufen. Auch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Spritpreise tragen dazu bei, dass wenige Pkw mit alternativem Antrieb gekauft werden. Pkw mit alternativem Antrieb sind noch ein sehr zartes Pflänzchen. Und da die Verschrottungsprämie an keine ökologischen Kriterien gebunden ist, wird es im Jahr 2009 nicht wachsen”, stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest.

Der VCÖ sieht dennoch mittelfristig gute Entwicklungschancen für Pkw mit alternativem Antrieb. Energieexperten rechnen mit einem starken Anstieg der Erdölpreise, sobald der weltweite Wirtschaftsmotor wieder läuft. “Für den Zeitraum 2012 bis 2015 ist mit Spritpreisen über dem Niveau des Jahres 2008 zu rechnen. Umso wichtiger ist es, heute politische Maßnahmen zu setzen, damit der Verbrauch der Autos verringert wird. Wer heute beim Autokauf nicht auf den Spritverbrauch achtet, wird in zwei, drei Jahren eine sehr hohe Rechnung bezahlen”, warnt VCÖ-Experte Blum.

Der VCÖ schlägt steuerliche Anreize vor, die den Kauf von Spritfressern unattraktiver machen. So soll bei der NoVA (Normverbrauchsabgabe) die bestehende Deckelung, die Pkw mit hohem Spritverbrauch begünstigt, abgeschafft werden. Weiteres Ergebnis der VCÖ-Untersuchung: Der Dieselboom geht übrigens in Salzburg zu Ende. Der Anteil von Diesel-Pkw bei den Pkw-Neuzlassungen ist auf 55,7 Prozent gesunken. Im 1. Quartal 2007 betrug der Anteil von Diesel-Pkw noch 66,5 Prozent. Der VCÖ kritisiert, dass der wegen Feinstaub und Stickoxiden viel gesundheitsschädlichere Diesel um rund zehn Cent pro Liter niedriger besteuert wird als Benzin.

Dieselboom geht auch in Salzburg zu Ende (Anteil Diesel-Pkw bei Neuzulassungen):

1.Quartal 2009: 55,7 Prozent

1.Quartal 2008: 62,8 Prozent

1.Quartal 2007: 66,5 Prozent

1.Quartal 2006: 66,0 Prozent

Quelle: datafact, VCÖ 2009

(Quelle: S24)

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