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Salzburg-Wahl: Unterschiedliches Abschneiden in den Bezirken

Salzburg – Die Freiheitlichen können sich bei der Landtagswahl am Sonntag in Salzburg über Stimmengewinne in allen Bezirken freuen; das Ergebnis der SPÖ gestaltet sich in den einzelnen Bezirken recht unterschiedlich. ÖVP und Grüne müssen in allen Bezirken – ausgenommen der Landeshauptstadt – Verluste hinnehmen.

Das BZÖ erreichte in der Stadt den höchsten Stimmanteil, verfehlte aber auch hier ein Grundmandat, wie der Landesstatistische Dienst des Landes Salzburg am Montag zusammenfasste.

Die SPÖ errang in den sozialdemokratischen Hochburgen Tennengau, Pongau und Pinzgau – mit jeweils 41,3 Prozent, 42,1 Prozent bzw. 44,2 Prozent – wiederum klar die relative Stimmenmehrheit. Auch in der Landeshauptstadt Salzburg konnte sie mit 38,9 Prozent ihre Stimmenmehrheit verteidigen, musste jedoch mit 9,7 Prozentpunkten den größten Verlust im Bezirksvergleich hinnehmen – das sind 46,3 Prozent des Stimmenverlustes der SPÖ insgesamt. Lediglich in den Bezirken Flachgau und Lungau liegt die SPÖ hinter der ÖVP auf dem zweiten Platz. Im Lungau büßte die SPÖ somit ihre relative Stimmenmehrheit von 2004 wieder an die ÖVP ein – sie liegt hier um 1,6 Prozentpunkte hinter der ÖVP. Die geringste Stimmanteilseinbuße bescherten die Wähler der SPÖ im Bezirk Pongau mit einem Minus von lediglich 3,2 Prozentpunkte.

Auch die ÖVP hat in den einzelnen Bezirken recht unterschiedlich abgeschnitten: Den höchsten Stimmanteil erzielte sie im Lungau, wo sie 40,2 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinigen konnte, knapp gefolgt vom Flachgau mit 40,0 Prozent. Wie auch bei den früheren Landtagswahlen schnitt die ÖVP im Bezirksvergleich in der Landeshauptstadt wieder am schlechtesten ab und erreichte hier lediglich 30,5 Prozent der Stimmen. Dennoch hat die ÖVP in der Stadt Salzburg als einzigem Bezirk zugelegt – und zwar um 1,2 Prozentpunkte: In allen übrigen Bezirken verlor sie weiter an Boden und musste damit in diesen Bezirken jeweils das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Zweiten Republik hinnehmen.

Die FPÖ darf sich über Stimmanteilsgewinne in allen sechs Bezirken freuen und liegt damit auch wieder in allen Bezirken – außer der Landeshauptstadt – am dritten Platz. Bei der Landtagswahl 2004 war die FPÖ, abgesehen von der Stadt Salzburg, auch im Tennengau und im Flachgau noch hinter den Grünen gereiht und jeweils nur viertstärkste Kraft. Den höchsten Stimmanteil erreichte die FPÖ diesmal im Lungau mit 14,3 Prozent, den geringsten Zuspruch erfuhr sie in den Bezirken Flachgau und Tennengau mit 13,0 bzw. 11,4 Prozent. In der Stadt Salzburg erhielt die FPÖ 13,1 Prozent der Stimmen und blieb damit um nur 0,1 Prozentpunkte hinter den Grünen zurück. Am deutlichsten konnte die FPÖ gegenüber der Landtagswahl 2004 im Pongau zulegen (+ 5,5 Prozentpunkte), am geringsten waren die Zugewinne im Lungau mit 3,1 Prozentpunkte und in der Stadt Salzburg mit 3,5 Prozentpunkten.

Die Grünen mussten hingegen – bis auf die Stadt Salzburg – in allen Salzburger Bezirken Stimmanteilsverluste hinnehmen, sie reichen bis zu -1,6 Prozentpunkte im Pongau. Wie bei allen bisherigen Landtagswahlen haben die Grünen ihr bestes Ergebnis in der Landeshauptstadt erzielt und zwar mit 13,2 Prozent: Das ist auch das beste Ergebnis in der Stadt Salzburg seit dem erstmaligen Antreten der Grünen im Jahr 1979. Traditionellerweise mussten die Grünen in den Gebirgsgauen ihre schlechtesten Ergebnisse verbuchen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 08:49 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburg-wahl-unterschiedliches-abschneiden-in-den-bezirken-59615446

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