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Salzburger achten auf saubere Umwelt

Salzburg – “Die Salzburgerinnen und Salzburger legen Wert auf eine saubere Umwelt.” Diesen Schluss zog Umweltreferent Landesrat Walter Blachfellner am Donnerstag aus den Ergebnissen der kommunalen Abfallbilanz für das Jahr 2007.

Die getrennt gesammelten Abfälle erreichen mit 56,2 Prozent das bisher höchste Niveau. “Damit tragen die seit Jahren betriebenen Bemühungen um eine Intensivierung der getrennten Sammlung und der damit verbunden Überzeugungsarbeit ihre Früchte”, betonte Landesrat Blachfellner. Diese erfreuliche Entwicklung sei aber kein “Ruhekissen”.

Sperrmüll wird weniger, Altstoffe steigen weiter

Im Jahr 2007 wurden von jedem Salzburger rund 461 Kilogramm Abfälle “produziert”. Dabei ist die Menge des Restmülls (Hausabfall) um rund ein Prozent gesunken, die des Sperrmülls (sperrige Hausabfälle) sogar um 8,2 Prozent. Dieser Rückgang beim Sperrmüll lässt sich in erster Linie durch eine Verlagerung hin zum getrennt gesammelten und verwerteten Altholz und zu den getrennt erfassten Elektroaltgeräten (Großgeräte wie E-Herd, Geschirrspüler etc.) erklären.

Mehrweg muss forciert werden

Die negative Entwicklung bei Mehrweg-Getränkeverpackungen hielt auch 2007 ungebrochen an. So gab es bei Mineralwasser wieder einen Rückgang um 6,8 Prozent innerhalb von nur einem Jahr. Damit wurde der bisherige Tiefpunkt von einem Mehrweganteil bei Mineralwasser von nur mehr 24,3 Prozent erreicht.

Zuwachs an Einwegverpackungen

Unter Berücksichtigung der Gesamt-Absatzzahlen wurden im Jahr 2000 mehr als 14,4 Millionen Hektoliter Getränke in Mehrweggebinden im Inland abgesetzt. 2006 waren es knapp elf Millionen Hektoliter, das bedeutet einen Zuwachs von Einwegverpackungen von mehr als 3,4 Millionen Hektoliter. Füllt man diese Menge in 0,5-Liter-Getränkeflaschen ab, so entstehen dadurch rund 170 Millionen Wegwerfflaschen.

Bei der Landesumweltreferentenkonferenz 2008 haben parteiübergreifend alle ressortzuständigen Mitglieder der jeweiligen Landesregierung folgenden gemeinsamen Beschluss gefasst: “Die Landesumweltreferentenkonferenz ersucht den Herrn Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft dringend, verbindliche Rahmenbedingungen für den Erhalt und Ausbau von Mehrwegsystemen (inklusive konkreter und sanktionierbarer Ziele) zu schaffen.”

Vorrang für Mehrwegflaschen

Dabei haben Experten des Österreichischen Ökologie-Instituts aufgezeigt, dass beispielsweise der Einsatz von Kunststoff-Mehrwegflaschen für Mineralwasser um die Hälfte weniger klimaschädliche CO2-Emissionen verursacht als Einwegflaschen, auch unter Berücksichtigung von Reinigung und Transport. Eine Einwegdose bei Bier verursacht sogar dreimal so hohe CO2-Emissionen im Vergleich zur Glas-Mehrwegflasche. Für den Umwelt- und Klimaschutz würde wesentlich zielführender sein, einen kleinen Teil der Einwegverpackungen bei Mineralwasser, Limonaden und Dosenbier wieder durch Mehrwegverpackungen zu ersetzen. “Wenn 15 Prozent der Einweggebinde bei diesen Getränken wieder durch Mehrwegsysteme ersetzt werden, könnte man das in der Nachhaltigkeitsagenda definierte Klimaschutz-Ziel für 2012 bereits in den nächsten zwei Jahren erreichen”, so Blachfellner.

Neue Rechte für Konsumenten bei Entsorgung von Altbatterien

Landesrat Blachfellner wies darauf hin, dass mit 26. September 2008 neue Regelungen für die Entsorgung von Altbatterien in Kraft treten. Ein wesentlicher Teil dabei sind auch die gestärkten Rechte des Konsumenten. Ab diesem Zeitpunkt können Gerätebatterien (beispielsweise in Kofferradios, MP3-Playern, Notebooks etc.) nach dem Gebrauch bei allen Recyclinghöfen der Gemeinden, bei Herstellersammelstellen (mindestens eine pro politischem Bezirk) und beim Händler kostenlos zurückgegeben werden. Dieses Recht gilt auch, wenn keine neue Batterie im Handel erworben wird. Fahrzeugbatterien (Autobatterien) können jedenfalls beim Händler von Fahrzeugbatterien kostenlos zurückgegeben werden. Auch die meisten Salzburger Gemeinden werden eine kostenlose Übernahme am Recyclinghof anbieten.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.11.2019 um 07:14 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburger-achten-auf-saubere-umwelt-59601619

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