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Salzburger Arbeitsmarkt: Geringer Anstieg der Arbeitslosenrate im April

Salzburg – Die Phase des massiven Anstiegs der Arbeitslosigkeit in Salzburg bremst sich mit Ende April 2009 ein. Darüber hinaus steige die Jugend­arbeitslosigkeit in Salzburg momentan deutlich langsamer als in den übrigen Bundesländern, berichtet das AMS Salzburg in einer Aussendung.

Mit dem Ende der Tourismus-Wintersaison weist die Arbeitslosenstatistik für das Bundesland Salzburg zum Stichtag Ende April 14.534 Personen aus. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ist das ein Plus von 27,3 Prozent oder 3.116 Personen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nun etwa auf dem Niveau des österreichweiten Zuwachses (+25,9%). Für Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, der Beginn einer Normalisierung: “Nach Monaten vergleichsweise extremer Steigerungen zwischen vierzig und sechzig Prozent pendelte sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im April erstmals auf einem Niveau ein, das einem normalen Verlauf in der Phase eines Konjunkturabschwungs entspricht.” Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich 6,0 Prozent betragen. Das ist bundesweit die zweitniedrigste Quote nach Oberösterreich. Die Zahl der Schulungsteilnahmen ist um 28,1 Prozent auf 2.773 gestiegen, so das AMS Salzburg.

Während in Österreich besonders die Jugendarbeitslosigkeit deutlich steigt, gab es im Bundesland Salzburg in der Altersgruppe bis 24 Jahre mit einem Plus von 21,4 Prozent auf 2.616 Personen den geringsten Zuwachs bundesweit. Die Zahl älterer Arbeitsloser ist um 29,5 Prozent auf 2.689 Personen gestiegen. Sorge bereitet dem AMS die mittlerweile spürbar zunehmende Zahl von Personen mit länger dauernder Arbeitslosigkeit. Ende April waren 1.040 Personen, das ist ein Zuwachs von 69,4 Prozent, schon länger als sechs Monate auf Arbeitsuche.

Die unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Geschlecht entspricht weiterhin dem Muster der vergangenen Monate. In Folge der Probleme in der Produktion und der günstigeren Situation im Dienstleistungsbereich ist die Zahl arbeitsloser Männer mit einem Plus von 44,7 Prozent um mehr als das dreifache gestiegen als bei Frauen mit plus 13,3 Prozent. Der nunmehrige Gleichstand in absoluten Zahlen (Männer: 7.366, Frauen: 7.168 Arbeitslose) ist auf die Saisonarbeitslosigkeit nach Ende der Fremdenverkehrs-Wintersaison zurückzuführen.

Nach Wirtschaftszweigen betrachtet, zeigt sich wieder in der Warenherstellung mit plus 161,3 Prozent der stärkste Zuwachs. Auch die Arbeitskräfteüberlasser tragen mit plus 50,6 Prozent überproportional zum Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit bei. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung im Bereich Beherbergung und Gastronomie, wo die Arbeitslosigkeit sogar um 1,3 Prozent rückläufig war. Dementsprechend sieht auch die Lage in den Bezirken aus: Die Innergebirgs-Gaue verzeichnen nur Zuwächse zwischen zehn und zwölf Prozent, der nördliche Zentralraum plus 57,6 Prozent (Tennengau) beziehungsweise plus 44,8 Prozent (Salzburg-Stadt und Flachgau).

(Quelle: S24)

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