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Salzburger Baumeister soll 1,3 Mio. Euro Abgaben hinterzogen haben: Prozess vertagt

Der Prozess gegen den bekannten Salzburger Baumeister Markus Voglreiter wegen Abgabenhinterziehung ist am Dienstagnachmittag am Landesgericht Salzburg vertagt worden.

Ein Baumeister aus dem Flachgau hat sich am Dienstag wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung nach dem Finanzstrafgesetz vor einem Schöffensenat des Landesgerichtes Salzburg verantworten müssen. Der Finanz sei ein Schaden von 1,3 Millionen Euro durch Umsatz- und Einkommenssteuer-Entgang entstanden, wirft die Staatsanwaltschaft Voglreiter vor.

Der bisher unbescholtene Beschuldigte zeigte sich "dem Grunde nach" geständig, wie sein Verteidiger Robert Galler der APA zu Beginn der Verhandlung erklärte. Die angeklagte Schadenssumme sei aber zu hoch, "hier sind massive Differenzen", betonte der Rechtsanwalt. Die vorsitzende Richterin Anna-Sophie Geisselhofer gab seinem Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit zum Schutz des Steuergeheimnisses statt. Daraufhin mussten die anwesenden Journalisten den Gerichtssaal verlassen.

Die Anklage dreht sich im Wesentlichen um Schwarzgeldzahlungen bei diversen Privatbaustellen. Offiziell seien die Arbeiten zu 40 Prozent als Eigenleistung der Bauherren ausgewiesen worden, lautete der Vorwurf. Zudem dürfte der Voglreiter bei einer Vielzahl von Baustellen Material verrechnet haben, das aber für den Privatbau eines luxuriösen Einfamilienhauses für seine Frau verwendet wurde.

Der angeklagte Tatzeitraum beläuft sich von 1999 bis 2004. Bereits im Jahr 2000 hatte das Finanzamt bei einem Prüfungsverfahren schwere Mängel in der Buchführung des Unternehmens des Baumeisters festgestellt.

Ein Termin für die nächste Verhandlung wurde noch nicht festgesetzt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.08.2019 um 02:17 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburger-baumeister-soll-1-3-mio-euro-abgaben-hinterzogen-haben-prozess-vertagt-59177467

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