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Salzburger Festspiele: Goldmann gegen "Teilzeit-Intendanz"

Die Vorsitzende des Kuratoriums der Salzburger Festspiele, Wilhelmine Goldmann, fordert vom künftigen Intendanten volle Konzentration auf seine Arbeit in Salzburg.

“Eine Art Teilzeit-Intendanz mit Nebenbeschäftigung kommt nicht infrage”, sagte Goldmann am Freitag im APA-Gespräch: “Es ist absolut nicht verhandelbar, dass der Nachfolger von Jürgen Flimm permanent anwesend sein, das Haus im Griff haben und die Festspiele prägend gestalten muss.”

Für die ehemalige ÖBB-Nahverkehrschefin Goldmann funktionieren gerade jene Häuser am besten, deren Intendant sich ohne Wenn und Aber mit dem Betrieb identifiziert und keine weiteren Verpflichtungen hat. “Das wollen wir für Salzburg auch. Wenn es einen Trend zur Zweit-Intendanz gibt, dann werden wir den in Salzburg nicht unterstützen. Aber ich sehe das nur in Einzelfällen.”

Bis Ende Februar läuft noch die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Intendant Jürgen Flimm, der Salzburg ja schon 2010, also gut ein Jahr vor Ende seines Vertrages, verlassen will. Erst wenn ein Nachfolger gefunden ist (frühestens Ende April, Anm.) und wenn klar ist, wann der neue Intendant seine Arbeit in Salzburg aufnehmen kann, soll über die vorzeitige Entlassung Flimms aus seinem Vertrag entschieden werden – darauf hat sich das Kuratorium festgelegt. Offiziell sucht die vom Kuratorium eingesetzte Findungskommission einen Intendanten für die Festspielsommer ab 2012.

Von einer Verlängerung der Vertragsperiode für den Intendanten hält Goldmann wenig. Zuletzt hat Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker und Mitglied der Findungskommission, eine Vertragsdauer von sechs Jahren vorgeschlagen und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler sogar von sieben Jahren. Goldmann: “Das ist definitiv kein Thema im Kuratorium.”

(Quelle: S24)

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