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Salzburger Freiheitliche wollen Nummer 1 im Bundesland werden

Zell am See – Einen Tag nach der Salzburger SPÖ haben Sonntagnachmittag die Freiheitlichen im Ferry Porsche Congress Center in Zell im See im Pinzgau ihren 28. Landesparteitag abgehalten.

“Es kann für uns kein anderes Ziel geben, als in dem Land die Nummer 1 zu sein”, stellte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in seiner Rede fest. Kickl attackierte vor allem die SPÖ, und F-Landesparteiobmann Karl Schnell kritisierte unter anderem die Arbeit der SP-VP-Landesregierung.

“Die Roten ziehen mit hängenden Köpfen ab, die Freiheitlichen sind am aufsteigenden Ast.” Einen entscheidenden Schlag werde es bei den nächsten Wahlen geben, gab sich Kickl optimistisch. Die SPÖ sei eine Selbsthilfegruppe, die Therapie vor dem Publikum und der Öffentlichkeit betreibe.”Sie sind ein zerstrittener Haufen ohne Führung”, meinte der FP-Genralsekretär. Bundeskanzler Werner Faymann “kann schon mehr mit den Erfolgen von (Barack) Obama anfangen als mit denen in den eigenen Reihen”. Der Sozialismus habe sein Ende erreicht – auch in Europa. “Wir müssen wieder ans Ruder kommen, weil Rot-Schwarz versagen.

Aber auch die anderen Parteien kamen bei Kickl nicht ungeschoren davon: Das BZÖ sei ein Endlager und ein Straflager für “traurige Figuren, für politische Straftäter und Vorbestrafte.” Überhaupt sei die Zeit der käuflichen Figuren vorbei. Die ÖVP “werden wir uns als nächstes vorknüpfen”. Die Schwarzen wären schon immer hochnäsig gewesen, doch jetzt “sind auch noch arrogant”. Die Grünen wären eine “Emanzenpartei mit männlicher Beteiligung”, so der FP-Generalsekretär. Die Freiheitlichen dürften aber ob ihrer Erfolge nicht überheblich werden.

“Wir sind auf dem richtigen Weg”, betonte Schnell. “Wir machen eine Politik für die Bürger.” Der 1. März (Landtagswahlen, Anm.) sei für die FPÖ in Salzburg ein schöner Tag gewesen, denn es habe nur einen Sieger gegen: Die FPÖ. “Wir machen die richtige Politik – nämlich eine mit Herz”, unterstrich der Landesparteiobmann.

Kritik stieß bei Schnell der Friedensnobelpreis, der dieses Jahr an Obama ging. “Der Friedensnobelpreis hat seit kurzem für mich keine Bedeutung mehr.” Die Amerikaner hätten die 1. Atombombe geworfen und spielten jetzt Weltpolizei – sei es im Irak oder Afghanistan. “Aber wenn Obama seine Ziele erreicht, überreich ich ihm den Friedensnobelpreis gerne persönlich”, so der Landesparteiobmann. Heftig bekrittelt wurde vom Salzburger Obmann auch Karl-Heinz Grasser, den er ebenso wie Obama einen “Seiteblicke-Menschen” nannte, der einiges auf dem Kerbholz habe.

Besonders hart ins Gericht ging Schnell mit der rot-schwarzen Landesregierung. Er spannte den Bogen von der Olympia-Bewerbung, über das Gesundheitswesen, die Arbeitsmarktpolitik, den Sparkurs bei den Kleinen (Beamten) bis hin zur Energieversorgung und Kriminalität.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 10:50 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburger-freiheitliche-wollen-nummer-1-im-bundesland-werden-59627029

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