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Salzburger GKK rechnet heuer mit Defizit von 14 Millionen Euro

Salzburg – Die Wirtschaftskrise hat nun auch die Salzburger Gebietskranken­kasse (SGKK) voll erfasst.

Vor allem aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit wird das Defizit heuer auf über 14 Millionen Euro ansteigen, die Beitragseinnahmen bei den Arbeitern gingen im ersten Quartal um 2,6 Prozent zurück, teilte der Obmann der SGKK, Siegfried Schluckner, am Freitag in einer Aussendung mit.

Dieser Rückgang wirke sich negativ auf das Budget aus, da die Ausgaben für Ärzte, Spitäler und Medikamente weiter geleistet werden müssen. Die SGKK habe in den guten Zeiten gespart und könne deshalb die Versorgung der Versicherten aus Rücklagen sichern. “Die Beitragseinnahmen der Erwerbstätigen werden im Jahr 2009 nach der neuesten Vorschaurechnung der SGKK trotz der Lohnerhöhungen nur um 1,3 Prozent steigen. Die Ausgaben erhöhen sich allerdings um 3,7 Prozent”, so Schluckner.

Die Auswertungen des ersten Quartals zeigten einen deutlichen Rückgang der Beitragseinnahmen bei den Arbeitern von 2,6 Prozent, bei den Angestellten habe es eine leichte Steigerung der Beitragseinnahmen von 3,7 Prozent gegeben. Die Prognosen der SGKK gehen für das Jahr 2009 von Beitragseinnahmen der Erwerbstätigen von ca. 397 Mio. Euro aus – um 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr und damit deutlich unter den Kollektivvertragsabschlüssen.

“Unser Problem ist, dass unsere Ausgaben auch während der Krise weiter steigen”, stellte der SGKK-Obmann fest. Ein Drittel der Einnahmen der SGKK geht per Gesetz automatisch an die Spitäler. Der Rest verteilt sich auf Ärzte, Medikamente, Therapien und weitere Leistungen für die Versicherten. “Wir müssen gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise die medizinische Versorgung unserer Versicherten garantieren. Das können wir in den nächsten Jahren nur, wenn die Bundesregierung die Gebietskrankenkassen finanziell entlastet – wie dies auch der Rechnungshof gefordert hat”, so Schluckner. Durch gesetzliche Maßnahmen des Bundes in den letzten Jahren entgingen der SGKK jährlich ca. 20 Mio. Euro. So werde das Wochengeld für Schwangere nur teilweise ersetzt, die Bundesbeiträge für Pensionisten wurden gekürzt und für sozialpolitische Maßnahmen wie die Rezeptgebührenobergrenze kein finanzieller Ersatz geleistet. “Im Interesse der Gesundheit unserer Versicherten fordern wir vom Bund diese Gelder zurück”, so der Obmann.

(Quelle: S24)

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