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Salzburger Osterfestspiele mit "Carmen" als Täterin

Am kommenden Samstag beginnen die 46. Salzburger Osterfestspiele. Am Beginn und im Zentrum dieses 1967 von Herbert von Karajan gegründeten Nobelfestivals steht "Carmen" von Georges Bizet.

Aletta Collins inszeniert diese "Frauen-Oper", deren Titelrolle mit Magdalena Kozena besetzt ist. Simon Rattle wird die Berliner Philharmoniker dirigieren, die außer 1990, als das Leipziger Gewandhaus-Orchester eingesprungen war, in 45 Jahren den Kern dieses Festivals bildeten. Als "Don Jose" wird das Publikum im Großen Festspielhaus den Star-Tenor Jonas Kaufmann erleben, als Micaela kommt Genia Kühmeier. "In der Lesart von Aletta Collins wird unsere 'Carmen' nicht als Opfer, sondern als Täterin gezeichnet", erläuterte Peter Alward, künstlerischer Intendant der Osterfestspiele, im APA-Gespräch. "Dieses Konzept wird überzeugend von A bis Z durchgehalten. Dazu kommt, dass Collins, die ja auch Choreographin ist, sehr viel Bewegung ins Festspielhaus gebracht hat. Und bunte Farben. Unsere 'Carmen' wird ein faszinierendes Spektakel."

Carmen und Berliner Philharmoniker

Neben zwei Aufführungen der Carmen gibt es drei je zweimal aufgeführte Konzertprogramme der Berliner Philharmoniker. Das erste Konzertpaar wird von Zubin Metha dirigiert, auf die Pulte legen werden sich die Musiker Anton Bruckners 8. Symphonie in c-Moll. Chefdirigent Rattle kommt dann zum ersten Konzert mit dem "Nachtlied" und dem "a-Moll-Klavierkonzert" von Schumann, einem Berio-Werk und dem Faure-Requiem. Als Solisten sind dabei Murray Perahia, Kate Royal und Christian Gerhaher angesagt. Zum Zweiten gibt es das B-Dur Klavierkonzert von Beethoven und Gustav Mahlers "Lied von der Erde", diesmal sind Emanuel Ax, Anne Sofie Otter und Jonas Kaufmann die Solisten. Wenn die Berliner Philharmoniker am 9. April nach der letzten Vorstellung zu Ostern 2012 die Bühne des Großen Festspielhauses verlassen, wird eine Ära zu Ende gehen. Ab 2013 werden Christian Thielemann, die Staatskapelle Dresden und die Semperoper für die künstlerische Gestaltung der Salzburger Osterfestspiele verantwortlich sein.

Teuerste Karten kosten 510 Euro für eine Oper

In der kammermusikalischen Reihe "Kontrapunkte" - einer Spielwiese für die verschiedenen Ensembles der Berliner Philharmoniker - gibt es heuer zwei verschiedene Programme. Beide orientieren sich analog zur Oper an Werken der französischen Romantik wie etwa Claude Debussy, Maurice Ravel, Gabriel Faure oder Ernest Chausson. Zudem gibt es das Berliner "Education-Programm". Diesmal wurden Schüler zweier Salzburger Klassen eingeladen, Lieder zum Thema "Carmen" zu schreiben. Die Ergebnisse dieses Jugend-Kreativ-Konzeptes werden am 29. März - also schon vor den eigentlichen Osterfestspielen - im Republic präsentiert. Die teuersten Karten bei den Salzburger Osterfestspielen kosten 510 Euro für die Oper und 720 Euro für die drei Konzerte - für dieses vierteilige Abo muss der Festspielgast also 1.230 Euro auf den Tisch legen. Studenten zahlen für die gleichen Veranstaltungen 160 Euro, die Kontrapunkte kosten von fünf bis 50 Euro pro Konzert. (APA)
(Quelle: S24)

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