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Salzburgs Industrie fordert flexiblere Arbeitszeitmodelle

Salzburg – Drei Viertel der Salzburger Industrie-Leitbetriebe spüren die Auswirkungen der Krise, bis Ende des Jahres dürften es sogar 90 Prozent sein.

Damit steht Salzburg noch etwas besser da als der Österreich-Schnitt, denn hier erwarten nur drei Prozent bis Jahresende keine Folgen bis Ende 2009. Das geht aus einer Untersuchung des Industriewissenschaftlichen Instituts hervor, die am Dienstag in Salzburg vorgestellt wurde.

“Die Leitbetriebe in Salzburg stehen nicht unmittelbar vor dem Kollaps, aber Wachsamkeit ist geboten”, resümierte Studienautor Herwig Schneider. Bei den Gegenmaßnahmen zeige sich, dass die Unternehmen versuchen, möglichst wenig in die Substanz zu gehen, sondern mit anderen Maßnahmen wie Urlaubs- oder Überstundenabbau und Verringerung aller möglichen Kosten durchzutauchen.

Rudolf Zrost, der Präsident der Salzburger Industriellenvereinigung, forderte vor allem flexiblere Arbeitszeitmodelle. So habe etwa der Baumaschinenhersteller Liebherr ein Modell einführen wollen, das – dem Wirtschaftszyklus entsprechend – eine siebenjährige Durchrechnungszeit vorgesehen hätte. Das heißt, in auftragsstarken Zeiten hätten die Mitarbeiter mehr, in schwachen Zeiten dann weniger gearbeitet, und das bei gleich bleibendem Lohn. Die Belegschaft habe zugestimmt, doch die Gewerkschaft in Wien hätte es zu Fall gebracht, so Zrost. “Nun gibt es dort Kurzarbeit mit 50 Prozent mehr öffentlichen Zuwendungen”, so IV-Geschäftsführerin Irene Schulte. “Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die öffentliche Hand hätten von dem Modell profitiert.”

(Quelle: S24)

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