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Salzburgs Olympiabewerbung kostete 46 Prozent mehr als budgetiert

Salzburgs gescheiterte Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014 hat wesentlich mehr gekostet als ursprünglich budgetiert: Vorgesehen waren anfangs Ausgaben in der Höhe von 7,1 Millionen Euro, tatsächlich geworden sind es dann 10,4 Mio. Euro – das ist eine Überschreitung um 46 Prozent. Der Landesrechnungshof hat die Bewerbungsgesellschaft geprüft und nun den Bericht vorgelegt.

Eine solche Abweichung widerspreche den Erfahrungen der Bewerbung um die Winterspiele 2010 und weise auf eine nicht sachgerechte Budgetierung hin, so der Landesrechnungshof. Die Salzburg Winterspiele 2014 GmbH merkte dazu an, dass dieses Projekt keinesfalls mit dem Verlauf der Geschäftsgebarung von “normalen” Unternehmen zu vergleichen sei. Die Rahmenbedingungen würden sich laufend ändern, um die bestmögliche Abwicklung der einzelnen Bewerbungsphasen zu gewährleisten. Zudem hätten Änderungen der Rahmenbedingungen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Budgetentwicklung beeinflusst.

Positiv sahen es die Prüfer, dass die Gesellschaft ihre Ausgaben freiwillig einer begleitenden Kontrolle unterzogen hat. Außerdem musste die öffentliche Hand für die Bewerbung weniger Geld zur Verfügung stellen als für die Bewerbung um die Winterspiele 2010. 6,7 Mio. der insgesamt rund 10,4 Millionen Euro kamen von der öffentlichen Hand, Sponsoren leisteten rund 3,5 Mio. Euro, und rund 200.000 Euro stammten aus Erlösen der Gesellschaft. Die Bewerbung 2010 hatte 9,2 Mio. Euro gekostet, damals zahlte die öffentliche Hand 7,3 Mio. Euro.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 04:05 auf https://www.salzburg24.at/archiv/salzburgs-olympiabewerbung-kostete-46-prozent-mehr-als-budgetiert-59599231

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