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Sanierung der Unteren Salzach bringt Sicherheit

Salzburg – Gemeinsam geben die Projektpartner Freistaat Bayern und Republik Österreich am Freitag den Startschuss für einen weiteren Sanierungsabschnitt des Jahrhundertprojektes Sanierung Untere Salzach.

Am 9. Oktober 2006 wurde das Gesamtprojekt Sanierung Untere Salzach der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einem innovativen Großprojekt wollen das Lebensministerium Österreich gemeinsam mit Bayern die fortschreitende Eintiefung der Salzachsohle zwischen der Stadt Salzburg und Oberndorf beziehungsweise Laufen (Bayern) bremsen und somit auch Sicherheit für die Anrainergemeinden und deren Bewohner schaffen.

Die Eintiefung der unteren Salzach hat einen kritischen Zustand erreicht. Die vorhandene Kiesauflage ist über weite Strecken bereits ausgeräumt beziehungsweise ist nur mehr als eine relativ dünne Schutzauflage über dem feinkörnigen Seeton vorhanden. Das Jahrhundert-Hochwasser vom 12. August 2002 führte im Freilassinger Becken zu einem Sohldurchschlag auf einer Länge von mehreren Kilometern, wodurch dort der Seeton freiliegt. Da der Seeton nur einen sehr geringen Erosionswiderstand aufweist, ist die Standsicherheit der Böschungen entlang des Flusses gefährdet.

Die Baustelle für die aufgelöste Sohlabstufung liegt südlich der Städte Oberndorf und Laufen. In dem Abschnitt bildet die Flussmitte der Salzach die Staatsgrenze zur Bundesrepublik Deutschland, Freistaat Bayern. Auf österreichischer Seite erstreckt sich die Maßnahme auf die Gemeindegebiete von Oberndorf und Nußdorf, durch baubedingte Radwegumleitung sind auch die Gemeinden Bergheim und Anthering berührt. Mai 2010 soll der Bau planmäßig abgeschlossen sein. Die Kosten dieser Gemeinschaftsmaßnahme liegen bei rund 18,5 Millionen Euro. Das Projekt wird je zur Hälfte vom Freistaat Bayern und der Republik Österreich finanziert. Zum österreichischen Anteil leistet das Land Salzburg einen Sonderbeitrag.

“Die ‘aufgelöste Sohlabstufung‘ beim Salzach-Flusskilometer 51,9 ist ein weiterer integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes Sanierung Untere Salzach”, informierte Landesrat Sepp Eisl am Freitag, beim Spatenstich zum aktuellen Sanierungsabschnitt. “Bisher wurden Sicherungsmaßnahmen in der Fluss-Schlinge zwischen Laufen und Oberndorf und ein offenes Deckwerk flussabwärts bei Laufen und Oberndorf umgesetzt. Mit der Umsetzung des Gesamtkonzeptes wird die fortschreitende akute Sohleintiefung der Salzach saniert. Die aufgelöste Sohlabstufung wird künftig eine stabile Basis bilden, um die weitere Erosion beziehungsweise weitere Eintiefungen zu verhindern. Eine weitere Folge der Anhebung des Wasserspiegels durch die Sohlabstufung ist, dass es zu einer ‘Anlandung‘, also dem Aufbau von mehr Untergrund, kommt. Dadurch wird der feine erosionsempfindliche Seeton überdeckt, eine Fortsetzung des vorhandenen Sohldurchschlages in Richtung Laufen und Oberndorf kann damit unterbunden werden”, erklärte Landesrat Eisl die technischen Details.

(Quelle: S24)

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