Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Schild auf der Jagd nach Schneider-Rekord

Bei der vorletzten Saison-Station der alpinen Ski-Damen in Aare wird Marlies Schild am Samstag ab 11 Uhr antreten, um einen der letzten weißen Flecken auf ihrer Sieg-Landkarte im Slalom-Weltcup zu tilgen.

Die Salzburgerin hat zuletzt in Deutschland die Spezialwertung zum vierten Mal gewonnen, dabei aber den Vreni-Schneider-Rekord (34 Siege) verpasst. Die 30-jährige Weltmeisterin sollte diese Marke aber problemlos noch in diesem Winter erreichen. Die bei 33 Slalomerfolgen im Weltcup haltende Österreicherin hat nun nichts mehr zu verlieren und könnte sich bei den ausständigen Rennen in Aare und Schladming sogar noch von der Schweizerin absetzen. Dass Schild im Slalom ganz nach oben gehört, sah man auch in Ofterschwang. Obwohl beide Läufe "sehr fehlerhaft" waren, verpasste Schild als Dritte den Sieg um nur sieben Hundertstel. Ihre Motivation in Aare ist doppelt hoch. Dort hatte sie 2007 bei der WM schon nach ihrer ersten Goldmedaille gegriffen, war dann aber noch knapp von der Überraschungsläuferin Sarka Zahrobska abgefangen worden.

Noch kein Schild-Sieg in Aare

Auch im Weltcup hat sie dort noch nie gewonnen, lediglich ein zweiter Platz 2006 hinter Janica Kostelic ist Zeugnis dafür, dass das nicht besonders steile Gelände in Aare nicht unbedingt das ist, was sie liebt. Von den regelmäßig im Weltcup aufscheinenden Weltcup-Austragungsorten hat Schild nur in Lenzerheide und Aare noch nie gewonnen. Während Nicole Hosp und Schwester Bernadette Schild am Samstag im Slalom um die Teilnahmeberechtigung beim Schladming-Finale (Top 25) kämpfen, geht es für Marlies darum, in Schweden den vorletzten weißen Fleck zu tilgen. "Es gibt keinen speziellen Grund, warum es bisher in Aare noch nicht geklappt hat. Der Hang hat Wellen, die man gut fahren muss", kennt auch Schild selbst keine genaue Ursache. "Wir sind hier ja noch nicht so oft gefahren. Zweite bei der WM und im Weltcup ist daher ja nicht so schlecht. Vielleicht passt's ja für heuer mit dem Sieg", fügte sie schmunzelnd hinzu. Dass es in Aare nicht besonders steil zugeht, stört die Salzburgerin nicht. "Ich kann auch im Flachen schnell fahren." Ihr mögliches Sieges-Rezept: "Von oben bis unten Vollgas und Fehler vermeiden."
Stand nach dem ersten Durchgang:
1. Veronika Zuzulova SVK 55,84
2. Marlies Schild AUT 56,15
3. Maria Höfl-Riesch GER 56,19
4. Mikaela Shiffrin USA 56,21
. Marie-Michele Gagnon CAN 56,21
6. Tina Maze SLO 56,29
7. Therese Borssen SWE 56,42
8. Tanja Poutiainen FIN 56,45
9. Irene Curtoni ITA 56,46
10. Kathrin Zettel AUT 56,91
11. Christina Geiger GER 57,04
12. Frida Hansdotter SWE 57,05
13. Manuela Mölgg ITA 57,13
14. Anne-Sophie Barthet FRA 57,14
15. Lindsey Vonn USA 57,15
16. Anna Swenn-Larsson SWE 57,25
17. Natalie Eklund SWE 57,39
18. Emelie Wikström SWE 57,40
19. Sarka Zahrobska CZE 57,49
20. Tessa Worley FRA 57,50
21. Michaela Kirchgasser AUT 57,53
22. Lena Dürr GER 57,68
23. Fanny Chmelar GER 57,70
24. Bernadette Schild AUT 57,77
25. Laurie Mougel FRA 57,87
26. Alexandra Daum AUT 57,89
27. Katharina Dürr GER 57,98
28. Wendy Holdener SUI 58,15
29. Veronika Staber GER 58,31
30. Resi Stiegler USA 58,33
(APA)

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.04.2021 um 08:11 auf https://www.salzburg24.at/archiv/schild-auf-der-jagd-nach-schneider-rekord-59320786

Kommentare

Mehr zum Thema