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Schneeschmelze: Riesige Seen im Lungau

Das Schmelzwasser hält auch am Donnerstag die Feuerwehren im Salzburger Bezirk Lungau in Alarmbereitschaft.

Besonders im nordöstlichen Teil des Bezirkes bildet der geschmolzene Schnee zum Teil riesige Seen. "Immer wieder dringt das Wasser auch in Häuser, Werkstätten, Garagen und Geschäfte ein und muss abgepumpt werden", sagte Heinz Lammer von der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg am Mittwoch im APA-Gespräch. Und Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Pfeifenberger ergänzte, "ja, wir schwimmen in Schmelzwasser". "Über die Nacht gab es Minusgrade, das hat die Lage etwas entspannt", so Siegfrid Holzer von der Feuerwehr Tamsweg im Gespräch mit SALZBURG24 am Donnerstag. "Rund 100 Mann sind in Alarmbereitschaft, wir hatten um 8:00 Uhr Besprechung", so Holzer weiter. Die Seen entstehen durch den geschmolzenen Schnee, der sich in den Feldern sammelt. Der Boden in den Feldern ist noch gefroren, somit kann das Wasser nicht abfließen, es kommt zur Seenbildung.

Schmelzwasser kann nicht mehr abfließen

Wegen der hohen Außentemperaturen seien die enormen Schmelzwasser-Mengen über die örtlichen Oberflächenentwässerungen nicht mehr abgeflossen. Von den Überschwemmungen betroffen waren vor allem der Bezirkshauptort Tamsweg, die Gemeinden Mariapfarr, Mauterndorf, Lessach, Ramingstein, Unternberg und Zederhaus.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Die Feuerwehr Tamsweg war aufgrund der starken Schneeschmelze am Mittwoch  gemeinsam mit den Löschzügen Mörtelsdorf, Sauerfeld und Wölting sowie den Feuerwehren Mariapfarr, Mauterndorf und Lessach mit Aus- und Abpumparbeiten im gesamten Ortsgebiet beschäftigt. Im Einsatz sind bis zu 90 Mann mit 17 Fahrzeugen. Unterstützt werden die Arbeiten von Vertretern der Marktgemeinde sowie der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg.

Verkehrsbehinderungen und Sachschäden durch Schmelzwasser

Als dramatisch wird die Lage im Lungau aber nicht beschrieben, Verkehrsbehinderungen und Sachschäden werden aber schon gemeldet. "Das Wasser kommt von allen Seiten. Der Donnerstag ist sicher ein kritischer Tag, da wird es auch bei uns bis zu zwölf Grad warm. Aber wir haben genug Pumpen, vorerst haben wir alles im Griff", schilderte Pfeifenberger, dessen 97 Kollegen mit 18 Einsatzfahrzeugen und 26 Pumpen im Bezirk unterwegs waren. Die Feuerwehr rechnet noch mit weiteren Einsätzen bis in die Nachtstunden. (SALZBURG24/APA)

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(Quelle: S24)

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