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Schwierige Situation auf dem Salzburger Arbeitsmarkt

Salzburg – Salzburg, die anderen Bundesländer und viele ausländische Staaten seien gleichermaßen von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Für das heurige Jahr werde man in Salzburg mit einer Arbeitslosenrate von 5,5 Prozent zu rechnen haben.

“Salzburg ist zurzeit mit einer sehr schwierigen Arbeitsmarktsituation konfrontiert: Die Zahl der Beschäftigten geht zurück, die Zahl der Arbeitslosen steigt beträchtlich, und die Arbeitslosenrate hat ein Niveau erreicht, das wir in Salzburg in den vergangenen Jahren nicht kannten”, stellte Landeshauptfrau und Arbeitsmarktreferentin Gabi Burgstaller am Dienstag bei einem Informationsgespräch einleitend fest. Salzburg habe jedoch auch jetzt, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, eine Arbeitslosenrate, die für einige andere Bundesländer auch in den konjunkturell guten Jahren unerreichbar war.

“Konkret ist die Zahl der Beschäftigten im ersten Quartal des heurigen Jahres um 0,8 Prozent gesunken, die Zahl der Arbeitslosen hat um mehr als 40 Prozent zugenommen, und die Arbeitslosenrate ist auf 5,4 Prozent gestiegen”, erklärte Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg. Von der Zunahme der Arbeitslosen blieben kein Wirtschaftsbereich und keine Berufsgruppe verschont. Es traf die Frauen (+ 32 Prozent) und die Männer (+ 46 Prozent), die Jungen (+ 42 Prozent) und die Alten (+ 38 Prozent), die Inländer/innen (+ 37 Prozent) und vor allem die Ausländer/innen (+ 60 Prozent).

Bemerkenswert: Zurzeit gibt es in Salzburg beinahe 5.700 Einstellungszusagen, das sind rund 2.600 mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Ein deutliches Plus gibt es dabei in den Sparten Herstellung von Waren, im Bauwesen und der Beherbergung/Gastronomie. Knapp die Hälfte aller Arbeitslosen Ende März (12.905) sind demnach im Besitz einer Einstellzusage.

“Wir hatten jedoch mit einer Arbeitslosenrate von 3,9 Prozent im Jahr 2008 de facto Vollbeschäftigung und damit eine gute Ausgangssituation. Das hilft uns auch jetzt in der Krise. Auch beim Verhältnis der offenen Lehrstellen zu den Lehrstellensuchenden liegen wir im Bundesländervergleich an der Spitze”, erläuterte Landesstatistiker Hofrat Josef Raos. Die Prognosen seien jedoch “alles andere als erfreulich”.

Bund, Länder und Gemeinden haben daher die Verpflichtung, alles zu Verantwortende und zu Finanzierende zu unternehmen, um zu helfen, stellte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller dazu fest. “Im Zentrum unserer Anstrengungen steht in den kommenden Jahren der Einsatz für Salzburgs Arbeitsplätze. So, wie wir uns 2004 das Ziel der Vollbeschäftigung gesetzt haben und damit österreichweit auf dem Arbeitsmarkt einen Erfolgskurs vorgelegt haben, hat nun unter dem Vorzeichen der weltweiten Wirtschaftskrise die Arbeitsmarktpolitik oberste Priorität. Darüber hinaus werden wir in Salzburg Investitionen vorziehen und zusätzliche Investitionen ermöglichen, was sich ebenfalls positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wird”, betonte Landeshauptfrau Burgstaller.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 11:33 auf https://www.salzburg24.at/archiv/schwierige-situation-auf-dem-salzburger-arbeitsmarkt-59617279

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