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Sicherheit durch Schutzwaldsanierung

Kaprun – Der Föhnsturm im November 1990 war Anlass für das flächenwirtschaftliche Schutzwaldsanierungsprojekt Imbach-Kaprun, das nunmehr - nach rund 15 Jahren - abgeschlossen wird.

Damals wurden große Teile des Schutzwaldes am Eingang zum Kapruner Tal zerstört. “Aufgrund der Zerstörung des Waldes in den Wildbacheinzugsgebieten waren die darunterliegenden Siedlungen stark gefährdet. Daher wurde bereits Anfang 1991 mit der Ausarbeitung eines Schutzwaldsanierungsprojektes begonnen, um eine möglichst rasche Neubepflanzung der großen Kahlflächen in Angriff zu nehmen. Ziel dieses Projektes war die rasche Aufforstung mit standortsgemäßen Baumarten unter möglichster Ausnützung der Naturverjüngung”, erläutert Dipl.-Ing. Franz Klaushofer aus der Landesforstdirektion.

1992 erfolgte der Start. Seither wurden auf rund 90 Hektar Kahlflächen etwa 200.000 Pflanzen aufgeforstet. Neben den Hauptbaumarten Fichte und Lärche wurden auch Tannen, Ahorn und Buchen gepflanzt. Außerdem wurden die Pionierbaumarten Vogelbeere, Weide und Birke aktiv gefördert. “Wegen der günstigen Bedingungen stellte sich besonders in den tieferen Lagen und den Gräben eine Laubholzverjüngung ein. Auch die gepflanzten Bäume konnten sich hervorragend entwickeln. Entscheidend für die optimale Entwicklung der Pflanzen war die konsequente Jungwuchspflege. Die Aufforstungsarbeiten und auch die Kulturpflege wurden überwiegend durch eigenes Personal der Waldbesitzer ausgeführt”, so Klaushofer weiter.

Für die Sanierungsmaßnahmen wurden bisher rund 630.000 Euro aufgewendet. Davon wurden drei Viertel aus öffentlichen Geldern von Bund und Land sowie ein Viertel von den örtlichen Interessenten und Waldbesitzern finanziert.

“Imbach-Kaprun ist in mehrfacher Hinsicht ein vorbildlich gelungenes Schutzwaldsanierungsprojekt. Es zeigt eindrucksvoll, wie nach einer Sturmkatastrophe auf großen Kahlflächen wieder ein artenreicher und stabiler Schutzwald entstehen kann. Ausschlaggebend dafür ist die fachmännische Planung, das Engagement der Waldbesitzer, die Unterstützung durch öffentliche Fördergelder und die fachliche Betreuung durch den örtlichen Forstdienst. Für die laufenden Projekte zur Wiederaufforstung der Sturmflächen von 2002 ergeben sich wertvolle Erfahrungen und die Gewissheit, dass sich Mühe und Einsatz für den Schutzwald letztlich bezahlt machen”, so Agrarreferent Landesrat Sepp Eisl zum Abschluss des Projekts.

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