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Sieben Tote bei Razzia in Ägypten

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Terroristen sind am Mittwoch in Ägypten sieben Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Innenministeriums hatte ein Einsatzverband aus Armee und Polizei in der Ortschaft Al-Kanatir al-Khairiya nordwestlich von Kairo ein Versteck der Al-Kaida-nahen Organisation Ansar Beit al-Makdis gestürmt.

Beim Schusswechsel mit den mutmaßlichen Terroristen wurden zwei hohe Armeeoffiziere - ein General und ein Oberst - sowie fünf Militante getötet. Ein beteiligter Polizist erlitt Verletzungen. Vier weitere mutmaßliche Ansar-Kader wurden festgenommen, verlautete nach diesen Angaben. Die Sicherheitskräfte stellten darüber hinaus große Mengen an Waffen und Sprengstoff sicher.

Ansar Beit al-Makdis war nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 durch das Militär zunächst auf der unruhigen Sinai-Halbinsel mit Angriffen auf Militär- und Polizeistützpunkte hervorgetreten.

Inzwischen verübten Mitglieder der Organisation aber auch Terroranschläge auf Polizeieinrichtungen in Kairo und im Inneren Ägyptens. Die Behörden stuften sie allerdings bisher nicht als Terrororganisation ein. Als eine solche gilt von Amts wegen derzeit nur die Muslimbruderschaft, aus deren Reihen Mursi stammt und die seit dessen Absetzung massiv verfolgt wird.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 02.03.2021 um 04:15 auf https://www.salzburg24.at/archiv/sieben-tote-bei-razzia-in-aegypten-44976379

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