Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Skidrama in Obersteiermark: Bangen um Politiker Althaus

Schwarzach – Der Umstand, dass er einen Helm getragen hatte, könnte dem Ministerpräsidenten des deutschen Freistaates Thüringen, Dieter Althaus (50), das Leben gerettet haben. Der CDU-Politiker wird zurzeit im Krankenhaus Schwarzach intensivmedizinisch betreut.

Althaus, der ein schweres Schädelhirntrauma erlitten hat, war am Neujahrstag auf der Riesneralm in der Obersteiermark mit einer Skitouristin kollidiert. Die Frau, die keinen Helm trug, war ihren schweren Kopfverletzungen erlegen.

Von Pressekonferenzen der Behörden und Einsatzorganisationen in Liezen und des behandelnden Ärzteteams in Schwarzach erwartet man sich näheren Aufschluss über den Hergang des Unfalls und der Bergung sowie über den Gesundheitszustand des Ministerpräsidenten. Zunächst hatte es für den folgenschweren Zusammenstoß an der Kreuzung von zwei Abfahrten keine Unfallzeugen gegeben: Obwohl Althaus und ein ihn begleitender Sicherheitsbeamter kurz zuvor angehalten hatten und der Politiker nur etwas zeitversetzt vorausgefahren war, konnte auch der Security-Mann über den schlimmen Crash nichts berichten, hieß es von der Behörde.

Althaus, der mit seiner Familie am 27. Dezember in das obersteirische Skigebiet von Donnersbachwald (Bezirk Liezen) gekommen war, hätte am Neujahrstag wieder die Heimreise antreten sollen. Bei der Unglücksabfahrt war er allein – mit dem Bodyguard – unterwegs gewesen, als es bei der Einmündung der “Sonnigen” in die Panorama-Piste zu dem Crash kam.

Bei der Unfallgegnerin handelte es sich um eine 41-jährige gebürtige Slowakin, die mit einem Österreicher verheiratet war und in den USA lebte. Die Frau erlag auf dem Helikopter-Transport ins Krankenhaus den schweren Kopfverletzungen, die sie erlitten hatte. Sie hatte keinen Sturzhelm getragen.

Thema der Pressekonferenz auf der Bezirkshauptmannschaft Liezen – die der Bezirkshautmann Josef Dick übrigens am ersten Tag in seiner neuen Funktion gibt – wird auch die Bergung und medizinische Versorgung sein. Immerhin waren zwischen dem Unfall um 14.45 Uhr und der Einlieferung des Ministerpräsidenten in die Klinik von Schwarzach um 18.15 Uhr dreieinhalb Stunden vergangen.

Zunächst hatte es nur geheißen, erst auf dem Abtransport seien nicht näher genannte Komplikationen aufgetreten, welche die Notärztin dazu bewogen haben, die Überstellung per Hubschrauber in das Salzburger Spital zu veranlassen. Das einzige in der Nähe verfügbare Fluggerät war wegen des Transport der dann verstorbenen Skifahrerin nicht verfügbar, so dass ein Hubschrauber aus St. Johann im Pongau angefordert werden musste.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 10.05.2021 um 08:06 auf https://www.salzburg24.at/archiv/skidrama-in-obersteiermark-bangen-um-politiker-althaus-59611465

Kommentare

Mehr zum Thema