Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Sparpaket: Verhandlungen im Salzburger Landesdienst begonnen

Salzburg – Wie erwartet ohne konkrete Ergebnisse haben am Montag in Salzburg die Verhandlungen zwischen Landesregierung und Personalvertretung über das von der Politik vorgelegte Sparpaket begonnen, das unter anderem eine zweijährige Nulllohnrunde und eine Streichung der Biennalsprünge vorsieht.

Die Regierung signalisierte aber Spielraum: Das Volumen muss gleich bleiben, über das Wie kann verhandelt werden.

Für die Vertreter der Mitarbeiter sind vor allem die Vorrückungen unantastbar. “Da werden die Gehälter gekürzt, weil ein verlorener Biennalsprung eine Kürzung in der Lebensgehaltskurve ist”, so Walter Oberascher, der Vorsitzende des Zentralausschusses der Personalvertretung, bei einem Pressegespräch nach der ersten Verhandlungsrunde. Eine Ansicht, der sich die Regierung nicht anschließen kann: “Wir kürzen keine Gehälter, es gibt nur zwei Jahre keine Zuwächse”, so Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ). Alleine die Vorrückungen hätten heuer eine Steigerung der Personalkosten von 3,5 Prozent verursacht, dazu seien noch die 3,5 Prozent KV-Erhöhung gekommen, ergänzte Personalreferent Sepp Eisl (ÖVP).

Burgstaller erklärte, dass die Budgetrichtlinien ja nur die Vorgabe wäre, nun gelte es, diese “gerecht und sozial auszudifferenzieren”. Die Gehaltskurve im öffentlichen Dienst sei von niedrigen Anfangseinkommen geprägt, die dann steil nach oben steigen würden. Auch hierüber soll verhandelt werden. Und ÖVP-Chef LHStv. Wilfried Haslauer räumte ein, dass die mit Zähnen und Klauen verteidigten Biennalsprünge “keine Glaubensfrage” seien. Die Personalvertretung zeigte sich auf jeden Fall erfreut, “dass die Landesregierung Beweglichkeit gezeigt hat”, so Oberascher.

Dass die Regierung aber vom fixierten Volumen nicht mehr abweichen wird, machte Finanzreferent LHStv. David Brenner (SPÖ) klar: “Die Situation ist dramatisch, uns brechen die Einnahmen weg.” Insgesamt soll mit dem Personalpaket der zu erwartende Abgang 2010 von 173 Mio. Euro um 14 Mio. Euro verringert werden. Mit anderen Einsparungen (etwa zwölf Prozent bei den Subventionen) soll das Loch auf 80 Mio. Euro verkleinert werden.

Vereinbart wurde heute die weitere Vorgangsweise. Ein Kernteam, dem auf jeder Seite vier Vertreter angehören, soll weiterarbeiten und einen Beschluss in der großen, etwa 20-köpfigen Runde vorbereiten. Dort soll es im September ein Ergebnis geben.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 12:35 auf https://www.salzburg24.at/archiv/sparpaket-verhandlungen-im-salzburger-landesdienst-begonnen-59623939

Kommentare

Mehr zum Thema