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Spezialisten der Struckerkaserne sprengten Muritzenweg frei

Muhr – In der Nähe des Rossfeldgrabens/Muritzen in der Lungauer Gemeinde Muhr donnerten kürzlich tischgroße Gesteinsbrocken auf und über den Muritzenweg. Einsatzkräfte der Lungauer Struckerkaserne sprengen den Weg wieder frei.

Aus diesem Grund musste der Weg gesperrt werden, wodurch die Versorgung des Alpenvereinshaus Stickleralmhütte sowie der übrigen Almen nicht mehr gegeben war und Wanderer und Radfahrer den Weg nicht mehr benutzen konnten. Nach der Begutachtung durch den Landesgeologen forderte die Bezirkshauptmannschaft Tamsweg die Spezialisten der Tamsweger Struckerkaserne an. Diese sprengten den instabilen, rund 60 bis 80 Kubikmeter großen Felsüberhang ab, teilte der Lungauer Bezirkshauptmann Robert Kissela am Montag mit.

Fünf Kaderpersonen und vier Grundwehrdiener führten vergangenen Freitag und Samstag die extrem gefährlichen und schwierigen Sprengarbeiten durch. Die Bundesheerspezialisten wurden 15 Meter über überhängenden Fels mit dem Bohrgerät abgeseilt und konnten nur über einen Querausstieg aus der senkrechten Wand wieder aussteigen. Nach jedem der sechs Sprengungen musste die Sprengstelle vom Feinmaterial geräumt werden, um wieder mit dem Spezialbohrgerät neue Bohrlöcher setzen zu können. Wie die BH Tamsweg berichtete, wurden die Bohrarbeiten und die Sprengungen durch die unterschiedlichen Felsschichten erschwert. Während der Sprengzeiten war das Notarztteam vom Roten Kreuz Lungau in Bereitschaft. Zwei Notfallsanitäter des Bundesheeres aus der Türkkaserne Spittal/Drau waren die gesamte Zeit am Einsatzort anwesend. Am Samstag wurde um 5 Uhr morgens mit dem Einsatz begonnen, nach zehn Stunden Arbeit wurde der Weg um 17.15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

  

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.05.2021 um 10:39 auf https://www.salzburg24.at/archiv/spezialisten-der-struckerkaserne-sprengten-muritzenweg-frei-59622322

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