Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Spice und Krapfen im Nationalrat

Salzburg – Die Modedroge „Spice“ und die Problematik der Transfette werden den Nationalrat in den anstehenden Sitzungen beschäftigen. Das hat SPÖ-Konsumentenschützer Johann Maier am Montag bekanntgegeben.

Der Nationalrat wird in den kommenden Tagen mehrere Beschlüsse treffen, die den Konsumentenschutz in Österreich entscheidend verbessern sollen. SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier präsentierte am Montag in Salzburg vier dieser Anträge. „Alle fünf Parteien stehen dahinter und werden einstimmig zustimmen”, erklärt Maier.

Spice soll strikt verboten werden

Die Modedroge „Spice” wurde in Österreich schon vor einiger Zeit mit einem Verkaufsverbot belegt. Nationalratsabgeordneter Johann Maier fordert nun vom Gesundheitsminister eine Klarstellung, wie mit Spice und ähnlichen Rauschgiften zukünftig zu verfahren ist: „Es gilt rechtlich zu klären, ob solche biogenen Suchtmittel unter die suchtmittelrechtlichen oder arzneimittelrechtlichen Bestimmungen fallen und wenn notwendig Maßnahmen zu Verkaufsbeschränkungen und -verboten einzuführen.” Außerdem fordert man von Seiten des Nationalrats konsequente Aufklärungen über Spice und ähnliche Produkte und dass der EU-Drogenaktionsplan für die Jahre 2009 bis 2012 so rasch wie möglich umgesetzt wird.

Fettfalle Krapfen: Grenze für TFA-Anteil

 Schon seit mehreren Jahren wird in Österreich über die Problematik der sogenannten Transfettsäuren (TFA) diskutiert. Nun soll endlich eine Grenze für den Anteil von TFA in Lebensmitteln eingeführt werden, fordert Maier.

Diese Fette, die hauptsächlich in Fast Food, Fertigessen, Backwaren und Knabbereien vorkommen, erhöhen nachweislich das Risiko von Herzkrankheit und Diabetes. Handlungsbedarf ist also gegeben, wie der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher klarstellt: „Die letzten Studien haben zwar ergeben, dass das Problem von hohen Transfettsäuren in Lebensmitteln zurückgeht, dass es aber immer noch Produktgruppen bzw. Produkte gibt, die besorgniserregend hohe Werte aufweisen. Das muss reglementiert werden.”

Der Krapfen ist der Spitzenreiter, wenn es um den TFA-Anteil geht. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass in einem Krapfen mit 75 g durchschnittlich 1,76 g TFA zu finden sind. Damit wird die maximal empfohlene Aufnahmemenge von 2 g TFA pro Tag (maximal 1 Prozent der Tages-Energiezufuhr) mit einem einzigen Krapfen bereits zu 88 Prozent ausgeschöpft.

Deutlich niedriger lagen die Werte bei den getesteten Blätterteig-Backwaren, Plundergebäck und Pommes Frites. „Vor allem bei Kindern, für die die „kritischen” Produktgruppen besonders interessant sind, ist bei falscher Produktauswahl schnell die duldbare Menge an Transfetten klar überschritten”, fügt Maier hinzu.

Weitere Beschlüsse geplant

Neben den erwähnten Aspekten stehen noch einige weitere Punkte im Sitzungsprotokoll. Dazu gehören unter anderem der Kampf gegen den E-Card-Missbrauch, eine Wohnrechtsnovelle, eine neue Anlegerentschädigung und die Beseitigung von Lücken im Datenschutz.

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 10.05.2021 um 08:53 auf https://www.salzburg24.at/archiv/spice-und-krapfen-im-nationalrat-59615572

Kommentare

Mehr zum Thema