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Streikdrohung wegen Zentralmatura aufrecht

Bundesschulsprecherin setzt auf Gespräche Salzburg24
Bundesschulsprecherin setzt auf Gespräche

Die Bundesschülervertretung hält auch nach dem Treffen mit Vertretern des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) am Mittwoch ihre Drohung mit einem Streik gegen die Zentralmatura aufrecht. Das Bifie habe sich zwar verständnisvoll gezeigt, die Entscheidung liege aber beim Unterrichtsministerium, so Bundesschulsprecherin Angi Groß am Donnerstag. Bis 6. Dezember soll eine Entscheidung fallen.

Nächste Woche soll es mehrere Treffen mit dem Bifie und dem Ministerium geben. Erst danach werden die Schüler entscheiden, ob es zu einem Streik kommen soll. "Vieles ist abhängig vom Ministerium. Das Bifie ist aber sehr gesprächsbereit, den Verantwortlichen dort ist wichtig, dass die Schüler die Matura schaffen", sagte Groß am Rande einer Pressekonferenz zur APA.

Die Schülervertreter fordern etwa, dass nicht nur an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS), sondern auch an den AHS bei Fremdsprachen-Klausuren ein Wörterbuch verwendet werden darf. Weitere Kritikpunkte: Die Vorbereitungszeit zwischen schriftlicher und mündlicher Matura wäre mit zwei Wochen zu kurz, und Schüler aus dem Westen hätten aufgrund des später startenden Schuljahrs eine Woche weniger Zeit zur Maturavorbereitung.

Weil es noch großen Informationsbedarf unter Schülern und Lehrern gebe, will die Bundesschülervertretung gemeinsam mit dem Bifie eine Informationskampagne starten. Näheres dazu soll am Freitag bekannt gegeben werden. Außerdem soll gemeinsam mit dem Bifie ein Konzept erarbeitet werden, wie Schüler, die die Klasse wiederholen müssen und dadurch plötzlich unter die neue Maturaregelung fallen, innerhalb von kurzer Zeit auf das neue Modell vorbereitet werden können.

Wiener Schülervertreter machen im sozialen Netzwerk Facebook unterdessen schon jetzt für eine Demonstration am 12. Dezember mobil. Sie wollen vom Parlament zum Minoritenplatz ziehen und gegen die Beurteilungskriterien der neuen Matura protestieren. Sollte es keine Einigung zwischen Bundesschülervertretung und Ministerium geben, kann sich die Bundesschülervertretung laut Groß vorstellen, sich der Veranstaltung anzuschließen.

Die neue Matura, bei der die Aufgaben der schriftlichen Prüfungen von zentraler Stelle vorgebenen werden, startet 2015 an den AHS und 2016 an den BHS. Sie war nach Protesten wegen angeblich mangelnder Vorbereitung im Fach Mathematik bereits um ein Jahr verschoben worden. Zuletzt haben die Schülervertreter einen Streik angekündigt, nachdem es bei den ersten Mathematikschularbeiten nach Vorbild der Zentralmatura deutlich mehr Nicht Genügend als bisher gegeben haben soll. Das Bifie führt das vor allem in Wien aufgetretene Problem auf "Missverständnisse" der Lehrer zurück.

Aufgerufen am 20.03.2019 um 10:13 auf https://www.salzburg24.at/archiv/streikdrohung-wegen-zentralmatura-aufrecht-44341402

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