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Taliban töteten wegen Wahlen zehn Menschen

Militante Taliban haben im Norden Afghanistans nach offiziellen Angaben einen Kandidaten für die Provinzratswahlen sowie neun seiner Anhänger verschleppt und getötet. Fünf von ihnen seien bereits tot aufgefunden worden, sagte Gouverneurssprecher Hamed Khaleqiyar am Mittwoch. Die britischen Streitkräfte zogen sich unterdessen aus der Provinz Helmand zurück.

Der Politiker Hussain Nazari war Sonntagnacht mit seinem Gefolge in die Provinzhauptstadt Sar-i-Puls unterwegs gewesen, als die Taliban die Männer in ihre Gewalt brachten. Man sei überzeugt, dass auch Nazari und seine übrigen Begleiter getötet wurden, nachdem am Dienstagabend Verhandlungen über deren Freilassung gescheitert waren, sagte Khaleqiyar. Die Leiche des Politikers sei noch nicht entdeckt worden. Die Provinzratswahlen finden wie die Präsidentenwahl am 5. April statt. Die Taliban hatten angekündigt, die Wahlen zu sabotieren.

Die britischen Streitkräfte unternahmen unterdessen einen weiteren Schritt hin zum Abzug aus Afghanistan. Großbritannien gab sein Hauptquartier in der südlichen Provinz Helmand auf und stellte die in der Gegend verbleibenden Truppen unter das Kommando der USA. Dies teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Der Abzug soll bis zum Jahresende vollzogen sein.

(Quelle: S24)

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