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Testamentsprozess: Hauptverhandlung endet am Donnerstag

In Salzburg wird diese Woche einer der aufsehenerregendsten Prozesse des Jahres zu Ende gehen.

Wie der Präsident des Salzburger Landesgerichtes, Hans Rathgeb, am Dienstag mitteilte, wird das Verfahren um die Testamentsfälschungen am Bezirksgericht Dornbirn am Mittwoch und Donnerstag mit den Schlussplädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidiger abgeschlossen. "Es wird keine weitere Erstreckung der Hauptverhandlung geben." Die Urteile dürften voraussichtlich Ende Juli gesprochen werden.

Prozess verlängert

Ursprünglich war geplant, den Prozess bereits Anfang Juni abzuschließen. Da einige Einvernahmen länger dauerten, wurden für diese Woche noch Verhandlungstage anberaumt. Der kommende Donnerstag ist der 21. Verhandlungstag. Im "Testamentsfälscher"-Prozess sind insgesamt zehn Personen angeklagt, darunter fünf Justizbedienstete. Sie sollen von 2001 bis 2008 in 18 Verlassenschaftsverfahren 16 Testamente und zwei Schenkungsverträge manipuliert oder dazu beigetragen haben, um sich und Angehörige zu bereichern. Der inkriminierte Gesamtschaden beträgt zehn Millionen Euro, 158 Geschädigte sind bekannt. Vier geständige Angehörige des Hauptangeklagten Jürgen H. wurden im Laufe des Prozesses bereits schuldig gesprochen. Zwei Urteile sind rechtskräftig. (APA)
(Quelle: S24)

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