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The Future is mobile

Medienexperten gehen davon aus, dass bereits 2015 der Datenverbrauch pro Person monatlich bis zu 45 Gigabyte betragen wird. Die Koexistenz und der Einsatz verschiedener Übertragungsformen ermöglichen es, den wachsenden Datenhunger der Weltbevölkerung zu stillen. Die Branche ist sich einig, dass ein immer größerer Anteil davon auf mobiles Internet entfallen wird.

Das Kommunikationsverhalten der Kunden hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Internet immer und überall verfügbar zu haben, ist mittlerweile selbstverständlich. Die mobil übertragenen Daten sind in die Höhe geschossen. 2006 wurden über Mobilfunknetze gerade einmal 309 Terabyte versandt. 2011 waren es 42.200 TB. Entscheidend ist dabei die Übermittlungskapazität. Bei Tablets und Smartphones wird künftig Long Term Evolution, kurz LTE, oder auch 4G genannt, für noch schnelleres und besseres Internet eingesetzt. Der bisher gängige 3G Standard, die dritte Generation des Mobilfunks, ist dabei abgelöst zu werden. In Österreich ist LET derzeit nur spärlich vorhanden und extrem teuer. Beides, versprechen die Mobilfunker, soll sich rasch ändern. Die Preisspirale wird sich auch bei mobilem Internet weiter nach unten drehen. Im Vergleich zu dem A1 Business Tarif 1996 mit dem aktuellen Tarif bigbob um 8,80 Euro inklusive 1000 Freiminuten, sind die Kosten um bis zu 97% gesunken. Heute kann bei uns jeder Kunde seinen passenden Tarif finden. Der aktuelle Trend sind Tablets. Das 2010 erstmals von Apple präsentierte iPad konnte sich innerhalb von weniger als zwei Jahren mehr als 90 Millionen-mal verkaufen. Der Markt ist längst nicht gesättigt. Laut einer Umfrage, die vom österreichischen Mobilfunkanbieter A1 durchgeführt wurde, interessieren sich 60% der befragten Männer für die praktischen Mutimedia-Tablets. Bei den an der Studie teilnehmenden Frauen gaben 47,4% an, von den handlichen Geräten begeistert zu sein. Bis Ende 2011 wollten 22,8% der Befragten, also durchschnittlich jede vierte Person, ein Tablet erwerben. Bei den potentiellen Neu-Nutzern des Multimedia-Geräts führt die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen mit 36,1%, gefolgt von den 30-bis 39-Jährigen mit 29%. Mit 21,5% erweist sich auch die Generation 60+ als wesentlich am Kauf eines solchen Geräts interessiert. „Der Tablet-Hype ist nicht nur bei den jungen Nutzern groß. Während die Gruppe der bis 19-Jährigen mit 58,4% Interesse zeigen, sind es bei der Gruppe der Golden Agers sogar rund 60%, die von der Neugier an der Innovation gepackt sind.“, so Manuel Frisch, Internet-Experte bei A1. Die Besonderheit bei der Nutzung dieser Geräte besteht darin, dass sie nicht nur als Arbeitsgerät verwendet, sondern auch für Spaß und Entertainment herangezogen werden. Die handlichen Geräte eignen sich, besser als ihr kleiner Bruder Smartphone, besonders für das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften (58,9%), für das Betrachten von Videos (44,2%), das Verwalten von Emails (78,1%) oder Fotos (66,5%) oder um einfach im Internet zu surfen, wie 82,8% der Befragten angaben. Zu den meistgenutzten Apps zählen GMail, Dropbox und Facebook. Immer weiter steigt auch die Nachfrage nach Tablets, um mit ihnen die online Versionen von Buchprintausgaben, die sogenannten ebooks, zu erwerben. Bereits 42,6% der Tablet-Nutzer bevorzugen diese komfortable Art des Lesens. Die handlichen Geräte, die kaum mehr als ein kleines Taschenbuch wiegen, kommen also vielseitig zum Einsatz. Sie sind alles in einem Gerät- Tageszeitung, Buch, Fernsehen, Radio und PC. Bei der Ignition West: Future of Mobile Konferenz, die im März 2012 in San Francisco abgehalten wurde, präsentierte das BI Intelligence Team, u.a. bestehend aus den Experten Henry Blodget, Pascal Emmanuel Gobry, Alex Cocotas, die neuesten Trends im Mobilbereich. Die Zukunft des Internets ist mobil und flexibel, angepasst an die Wünsche und Bedürfnisse der User und unterliegt einem stetigen und raschen Wandel. Noch sind Smartphone-Nutzer im Vergleich zu nicht-Smartphone-Nutzern in der Unterzahl. Die bisherige Entwicklung lässt aber darauf schließen, dass dies schon in wenigen Jahren anders aussehen könnte. Die damit verbundene Veränderung der Medienwelt und des usergebundenen Mediengebrauchs hat bereits vor wenigen Jahren ihren Anfang genommen und wie sich Verbesserungen, ausgehend vor allem von den USA und Indien, rund um die Technologien des Mobilfunks und des mobilen Internets auswirken werden, bleibt auch in Zukunft mit großem Interesse zu verfolgen.
(Quelle: S24)

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