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Tierschützer verlangen Zuchtstopp bei Schneeleoparden

Österreichischer Tierschutzverein verlangt Zuchtstopp bei Schneeleoparden im Salzburger Zoo.

Nachdem der Österreichische Tierschutzverein darauf hingewiesen hatte, dass die Augenkrankheit des jüngsten Nachwuchses bei den Schneeleoparden im Zoo Salzburg auf Inzuchtprobleme in der weltweiten Gefangenschaftspopulation zurückzuführen ist, fordert der Verein jetzt einen Zuchtstopp.

Tierschutzverein droht mit Anzeige

Wie ÖTV-Zoosprecher Frank Albrecht heute erklärt, sei in der Verwandtschaft beider Elterntiere die Augenkrankheit (MOC) schon einmal aufgetreten. Der Zooexperte stuft die Gefahr, dass in der Weiterführung der Zucht mit diesen Tieren die Krankheit erneut auftritt, als sehr wahrscheinlich ein. Der Österreichische Tierschutzverein bezeichnet eine mögliche Weiterzucht daher als einen Verstoß gegen das Bundestierschutzgesetz und droht mit einer Anzeige wegen Qualzucht.

?Zucht stoppen und verhüten?

"Ein Blick in das internationale Zuchtbuch der Schneeleoparden hätte ausgereicht um festzustellen, dass beide Elterntiere miteinander verwandt sind und deren Vorfahren bereits an dieser Augenkrankheit litten. Es ist ein Armutszeugnis eines vermeintlich wissenschaftlich geführten Zoos, wenn dieser sich im Nachhinein auf externe Empfehlungen beruft. Der Salzburger Zoo ist dem Bundestierschutzgesetz verpflichtet und hätte auf eine zu erwartende Qualzucht aus Tierschutzgründen verzichten müssen", so Frank Albrecht abschließend. "Das Risiko, dass auch zukünftiger Nachwuchs mit diesem Augenschaden geboren wird ist viel zu hoch. Der Zoo in Salzburg muss jetzt die Zucht stoppen und bei allen Tieren eine effektive Verhütung einleiten." (APA)

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 01.03.2021 um 05:44 auf https://www.salzburg24.at/archiv/tierschuetzer-verlangen-zuchtstopp-bei-schneeleoparden-59241391

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