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Tödlicher Lawinenabgang in Neukirchen: Nun ermittelt Staatsanwaltschaft

Nach dem tödlichen Lawinenabgang in Neukirchen am Großvenediger im Pinzgau (SALZBURG24 hat berichtet) vom vergangenen Freitag hat nun die Staatsanwaltschaft Salzburg Ermittlungen aufgenommen.

Wie Mediensprecherin Barbara Feichtinger heute, Mittwoch, gegenüber der APA erklärte, werde gegen die 46-jährige Wanderführerin wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung oder einer allfälligen fahrlässigen Gemeingefährdung ermittelt. "Es wurde bereits ein Sachverständigen-Gutachten bezüglich der Lawinenauslösung bestellt", sagte die Staatsanwältin.

Sieben Schneeschuhwanderer bei Lawinenabgang verschüttet

Die Wanderführerin, die aus dem Pinzgau stammt, führte am vergangenen Freitag 13 Schneeschuhwanderer durch das Dürnbachtal. In den Mittagsstunden löste sich oberhalb der Gruppe eine mächtige Gleitschneelawine, die sieben Mitglieder mitriss und bis zu zwei Meter tief verschüttete. Sechs wurden verletzt geborgen. Ein 40-jähriger Deutscher erlag am Nachmittag im Spital seinen Verletzungen. Offenbar war nur die Wanderführerin mit einer Lawinenausrüstung ausgestattet. Der Obmann des Salzburger Bergführerverbandes, Günter Karnutsch, hatte nach dem tödlichen Lawinenabgang in mehreren Medien kritisiert, dass die Frau über keine Bergführerlizenz verfüge. (APA)
(Quelle: S24)

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