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Tödlicher Sturz von Österreicher in Spanien: Rasche Aufklärung zugesagt

Die Eltern des 17-Jährigen glauben nicht an einen Unfall. Bilderbox/Symbolbild
Die Eltern des 17-Jährigen glauben nicht an einen Unfall.

Im Fall des Mitte August auf Mallorca tödlich verunglückten 17-jährigen Oberösterreichers hat der spanische Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon seiner österreichischen Amtskollegin Beatrix Karl (V) rasche Aufklärung versprochen.

Der Bursche hatte in den frühen Morgenstunden des 17. August versucht, aus dem fünften Stock eines Hotels in den Pool zu springen, schlug jedoch am Beton auf. Der Vater Ende August Strafanzeige erstattet. Sie richtet sich gegen unbekannt wegen Fremdeinwirkung.

Eltern glauben nicht an Unfall

Laut Medienberichten glaubten die Eltern des 17-Jährigen nicht an einen Unfall. Sie seien selbst nach Mallorca gereist und hätten Nachforschungen angestellt. Der Vater hatte seinem Sohn ein paar Tage Urlaub geschenkt. Er habe nicht in dem Hotel gewohnt, von dessen Balkon er gestürzt sei. Von seinem Handy sei Stunden nach seinem Tod eine hohe Summe vertelefoniert worden, aus seiner Geldbörse hätten mehr als 250 Euro gefehlt, fasste der Vater Ungereimtheiten zusammen. Er hegte den Verdacht, dass dem Teenager K.o.-Tropfen verabreicht worden seien und kritisierte auch die seiner Ansicht nach zu laschen Ermittlungen der spanischen Behörden.

Karl um rasche Aufklärung bemüht

Karl hat in diesem Zusammenhang ihren spanischen Amtskollegen bei einem Besuch in Madrid gebeten, Polizei und Gerichte mögen so schnell wie möglich den Unfallhergang klären. "Der Minister bestätigte mir, dass es noch keine abschließenden Ermittlungsergebnisse gebe, hat mir aber versichert, dass er sich persönlich darum kümmern werde, dass der Unfallhergang schnell geklärt werde. Das hat mich sehr beruhigt", sagte Justizministerin im Gespräch mit der APA in Madrid.

Karl erklärte, Ruiz-Gallardon sei über den Unfall gut unterrichtet gewesen und bestätigte einen engen Informationsaustausch zwischen den spanischen Behörden und der österreichischen Botschaft in Madrid. "Für die Eltern ist es wichtig zu wissen, was wirklich passiert ist. Alle Zweifel müssen aus dem Weg geräumt werden", so die Ministerin, die sich seit Montag in der spanischen Hauptstadt aufhält, um im Rahmen von bilateralen Arbeitsgesprächen unter anderem Themen wie die gemeinsame spanisch-österreichische Initiative einer "Europäischen Ermittlungsanordnung" zu konkretisieren sowie im Zuge geplanter Verschärfungen von Fußfessel-Modellen für Sexualstraftäter in Österreich die spanischen Erfahrungen mit elektronischen GPS-Fußfessel kennenzulernen. (APA)

(Quelle: S24)

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