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Tote und Verletzte bei Kämpfen in Zentralafrika

Bei neuen Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere seien teils schwer verletzt worden, als Soldaten der afrikanischen Friedensmission Misca in den vergangenen Tagen versucht hätten, christliche Bürgermilizen zu entwaffnen, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit.

Bei den Gefechten in der Hauptstadt Bangui seien Maschinengewehre und Granaten eingesetzt worden. "Diese erneuten Angriffe zeigen, dass die Gewalt in Bangui noch nicht vorbei ist, trotz der Anwesenheit internationaler Truppen", sagte Hakim Chkam, der örtliche Einsatzleiter der Organisation "Ärzte ohne Grenzen". Seine Mitarbeiter haben einer Mitteilung zufolge alleine in Bangui in den vergangenen Tagen 38 Verletzte behandelt. "Die meisten erlitten Verletzungen durch Kugeln, Granatsplitter und Macheten", hieß es.

In dem armen Krisenland tobt ein blutiger Konflikt zwischen Muslimen und Christen, seit muslimische Seleka-Rebellen im März vergangenen Jahres die Macht an sich gerissen hatten. In dem christlich geprägten Land sind derzeit vor allem Muslime Opfer der schweren Gewalt. Nach Angaben der Europäischen Union benötigen fast alle der 4,6 Millionen Bürger mittlerweile humanitäre Hilfe. Rund eine Million Menschen wurde vertrieben.

(Quelle: S24)

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