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Türkei schoss syrisches Kampfflugzeug ab

Premier Erdogan bestätigt Abschuss Salzburg24
Premier Erdogan bestätigt Abschuss

Das türkische Militär hat an der Grenze zu Syrien ein Kampfflugzeug aus dem Nachbarland abgeschossen. Die Maschine habe am Sonntag den türkischen Luftraum verletzt, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Die Maschine ging am Nachmittag auf syrischer Seite nahe der Grenzstadt Kasab (Provinz Latakia) nieder. Die Regierung in Syrien verurteilte den Abschuss scharf.

Das Außenministerium in Damaskus habe die "türkische Aggression" als "beispiellos und nicht rechtfertigbar" bezeichnet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Der Vorfall reflektiere den "Bankrott Erdogans".

Erdogan bestätigte den Abschuss auf einer Wahlkampfkundgebung in der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli. "Wenn man meinen Luftraum verletzt, wird unser Schlag danach hart ausfallen", sagte er vor Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, die sich vor der am 30. März geplanten Kommunalwahl versammelt hatten. Erdogan habe die türkische Luftwaffe zu dem Einsatz beglückwünscht, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Der Regierungschef erklärte, es seien an der Grenze mehrere türkische F-16-Kampfflugzeuge eingesetzt worden. Dem syrischen TV-Bericht zufolge konnte sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien gab es entlang der Grenze mehrfach schwere Zwischenfälle und Anschläge auf türkische Grenzposten. Im September vergangenen Jahres hatte die Türkei dort einen syrischen Militärhubschrauber abgeschossen. Der Helikopter habe die türkische Grenze überflogen und sei mehrfach gewarnt worden, hatte Ankara erklärt. Im Jahr zuvor hatte die syrische Luftverteidigung über dem Mittelmeer ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen, wobei die Details strittig blieben.

Im Gebiet um Kasab hatten Rebellen auf syrischer Seite in der vergangenen Woche den letzten Grenzübergang zur Türkei eingenommen, der noch von den syrischen Regierungstruppen kontrolliert worden war. Nach Berichten von Revolutionsaktivisten war an den Kämpfen in Kasab auch die islamistische Al-Nusra Front beteiligt, die von westlichen Geheimdiensten als Terrororganisation eingestuft wird.

(Quelle: S24)

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