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Türkische Justiz ermittelt nach YouTube-Beitrag über Militärschlag

Wegen eines Internet-Beitrags über einen angeblich geplanten türkischen Militärschlag gegen Syrien hat die Staatsanwaltschaft in Ankara Ermittlungen aufgenommen. Vize-Premierminister Bülent Arinc sprach am Freitag vor Journalisten von einem "offensichtlichen Akt der Spionage", von dem ausschließlich die syrische Regierung "profitieren" könne.

In dem Beitrag auf dem Videoportal YouTube geht es um eine vertrauliche Besprechung unter Beteiligung von Außenminister Ahmet Davutoglu und Geheimdienstchef Hakan Fidan, bei der angeblich beraten wurde, von syrischer Seite aus Raketen in Richtung Türkei abzufeuern, um dann einen Vorwand für einen Vergeltungsschlag zu haben.

Hohe Brisanz - kein grundsätzliches Dementi

Unmittelbar vor der für Sonntag angesetzten Kommunalwahl in der Türkei sind die Hinweise auf Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen Syrien von hoher Brisanz. Das Außenministerium in Ankara bestritt nicht, dass die am Donnerstag auf YouTube angesprochene Besprechung stattfand, sondern erklärte, der Inhalt sei "verfälscht" worden.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sprach am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt von einem "widerwärtigen, feigen und unmoralischen Akt". Er ordnete nach der Blockade des Kurzbotschaftendiensts Twitter auch eine Sperrung für das Videoportal YouTube an. YouTube war allerdings am Freitag weitgehend normal nutzbar.

Dieses Video sorgt für Wirbel

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 04.03.2021 um 08:17 auf https://www.salzburg24.at/archiv/tuerkische-justiz-ermittelt-nach-youtube-beitrag-ueber-militaerschlag-45026323

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