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Über die Rotspielscheibe auf den Fagstein

Der Aufstieg über die Rotspielscheibe zum Fagstein ist zwar lang, aber landschaftlich außerordentlich reizvoll. Die Wanderung führt durch ursprüngliche Karstlandschaft mit traumhafter Aussicht.

Eine interessante Abstiegsvariante erfordert zwar Orientierungssinn, belohnt aber mit urweltlicher und einsamer Landschaft.

Vom Parkplatz zur Mittelstation der Seilbahn auf den Jenner. Weiter auf dem bequemen Wanderweg Nr. 497 zur Abzweigung oberhalb der Königsbachalm. Hier auf dem Weg Nr. 498 Richtung Schneibsteinhaus / Stahlhaus. Beim Hinweisschild zur Königstalalm verlässt man den Weg und wandert durch ein romantisches Tälchen. Nach der Königstalalm zweigt der stets deutlich sichtbare, jedoch nicht bezeichnete Steig zur Rotspielscheibe ab. An einer Bank vorbei geht es die mit Almrosen- und Heidelbeerstauden bewachsene Ostflanke der Farnleiten aufwärts. Oberhalb beeindruckt die steile Rotspielwand. Vom Sattel zwischen der Rotspielscheibe und der Farnleiten ist auf jeden Fall der kurze Abstecher über den grasigen Rücken zum höchsten Punkt der Farnleiten empfehlenswert. Zurück in den Sattel. Ab jetzt wird es alpiner. Der schmale Pfad ist weiterhin gut erkennbar und führt durch die steile, felsdurchsetzte Nordwestflanke der Rotspielscheibe aufwärts. Man erreicht einen Vorgipfel und schließlich über den einfachen Grasgrat den Gipfel der Rotspielscheibe.

Übergang zum Fagstein

Auf deutlichen Pfadspuren (Steindauben und rote Markierungspunkte) und ausgeprägte Karstfelder folgt man dem Weg. Man hält sich vom Sattel nach Westen und umgeht über Felsplatten und durch seichte Mulden den steil abfallenden Osthang des Fagsteins. Auch hier helfen wieder Steindauben und Pfadspuren, den besten Durchstieg durch die anfangs stark ausgeprägten Karrenfelder zu finden. Man erreicht den Nordostgrat und wandert über ihn mit kurzem Auf und Ab aussichtsreich und ohne Schwierigkeiten hinüber zum Gipfelkreuz am Fagstein.

Abstieg vom Fagstein

Über den Südwestkamm auf einem deutlichen Steig abwärts, dann der nach Süden umbiegenden Gratlinie folgen, bis ein Abstieg in die steile Grasflanke möglich wird. Der Einstieg erfolgt bei einer Höhenlinie von ca. 2130 m und ist durch den gut sichtbaren Pfad leicht erkennbar. Weiter unten ist der Weg wieder deutlich und man wandert über die schönen Wiesenhänge in einem Rechtsbogen hinaus auf die so genannten Hohen Rossfelder. Der weitere Abstieg führt zuerst steil abwärts hinunter zur Priesbergalm. Weiter zur Branntweinbrennhütte und dann auf dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

Abstiegsvariante über die verfallene Rotspielalm: Dieser Abstieg führt weitgehend weglos durch das zerklüftetes Karstgelände und erfordert gutes Orientierungsvermögen. Insgesamt als Abstieg weniger lohnend als derjenige über die Hohen Rossfelder, jedoch urweltlich und einsam. Zeitlich sind beide Abstiege bis zur Priesbergalm etwa gleich lang. Für die genaue Wegbeschreibung siehe Alpintouren.com.

 

M.Karl Salzburg24
M.Karl

Tourengebiet: Deutschland, Berchtesgadener Alpen
Ausgangspunkt: Parkplatz Hinterbrand 1.130 m
Gehzeit: 8 Stunden
Höhenmeter: 1.300 Hm
Gipfel: Farnleiten 1.716 m, Rotspielscheibe 1.940 m, Fagstein 2.164 m
Schwierigkeit: Bergtour mit leichten Kletterstellen. Trittsicherheit ist für den Aufstieg zur Rotspielscheibe sowie den Abstieg vom Fagstein notwendig. Nur bei guter Sicht ratsam, das unübersichtliche Karstgelände erfordert Orientierungssinn.

Tourenplanung: Die genaue Tourenbeschreibung, Karte und Fotos findest du auf Alpintouren.com unter der Tour über die Rotspielscheibe auf den Fagstein.

Aufgerufen am 14.12.2018 um 05:52 auf https://www.salzburg24.at/archiv/ueber-die-rotspielscheibe-auf-den-fagstein-45670618

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