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Über die Schöderwacht auf das Schöderhorn

Eine lange aber einsame Tour führt über die Schöderwacht auf das Schöderhorn. Die landschaftlich schöne Gratwanderung bietet großartige Ausblicke auf die Ankogelgruppe.

Vom Parkplatz folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg (Weg Nr. 51/724) zu den Kreealmen. Gleich zu Beginn kann man einen kurzen Abstecher zum Kreealmwasserfall machen. Von der Kreealm – Bichlhütte, zweigt man rechts ab Richtung Murtörl. Weiter oberhalb bei einer Quelle verlässt man den markierten Steig. Am Waldrand hinauf bis zu einem Weidezaun. Dann folgt man einem anfangs etwas undeutlichen Wiesenpfad. Das Gelände weitet sich. Den besten Möglichkeiten folgend steigt man einer Latschenzone ausweichend empor. Oberhalb der Latschen halten wir uns rechts und steuern die Einsattelung zwischen Haseckkopf links und dem unscheinbaren Lahngangköpfl (rechts) an. Noch unterhalb des Sattels auf deutlichen Spuren steigt man hinaus zum kleinen Gedenkkreuz am Lahngangköpfl. Achtung: Dieser Gipfel wird in den Landkarten als Haseckkopf, von den Einheimischen jedoch als Lahngangköpfl bezeichnet.

Zurück in den Sattel und unterhalb vom „Haseckkopf" in der Ostflanke über steiles Gras (Steigspuren) in die Scharte dahinter. Auf einem deutlichem Steig durch eine Latschengasse zu einer steilen Grasrinne. Man erreicht den breiten Westrücken vom Seekarspitz und steigt über ihn hinauf zum Gipfel. Man hält sich für den Weiterweg nun stets am oder rechts unterhalb vom Grat. Ein schmaler Grat sowie die anschließende kurze Querung am Fuß einer kleinen Felswand erfordern umsichtiges Steigen.

Das weitere Stück zur verfallenen Schöderwacht erfordert ein genaues Lesen der Wegbeschreibung. Die Ruine der ehemaligen Schöderwacht bietet sich als schöner Rastplatz an. Auf das Schöderhorn gelangt man, indem man auf dem Kamm bleibt und über gut begehbares Blockgelände weiter aufsteigt. Schon von der Schöderwacht sieht man eine große auffällige dreieckige Platte am Grat.
Diese steuert man an, geht rechts unter deren Ansatz durch und steigt über steiles Gras auf. Oberhalb verlässt man den Grat und quert über die blockdurchsetzten Rasenhänge leicht ansteigend nach Osten. Auf diese Weise umgeht man den Steilaufschwung und wandert die letzten Meter über den Grat zum Gipfelkreuz. (Der Steilaufschwung lässt sich bei absolut trockenen Verhältnissen erklettern, Schwierigkeit bis 1, abschüssig und exponiert.)

Abstieg: Als Rundwanderung wählt man als Abstieg die mäßig steilen Grashänge Richtung Mureck/ Murtörl. Ein kurzes Stück geht man heir auf dem Tauernhöhenweg (Nr. 702), dann über den Grat zum Gipfelkreuz am Mureck. Vom hier fürht ein guter Steig abwärts ins Murtörl. Entlang der Murwand steigt man Richtung WNW auf dem Weg Nr. 51/724 weiter ab zu den Kreealmen und auf dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

 

M.Karl Salzburg24
M.Karl
M.Karl

Tipp: Die abgespeckte Varianter der Tour führt vom Ausgangspunkt über die Kreealmen zum Murtörl und wieder zurück.

  • Tourengebiet: Salzburg, Ankogelgruppe
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Hüttschlag 1.045 m
  • Gehzeit: 7 Stunden
  • Höhenmeter: 1.550 Hm
  • Gipfel: Haseckkopf (Lahngangköpfl) 2.023 m – Seekarspitz 2.135 m – Schöderhorn (Großes Mureck) 2.475 m – Mureck 2.402 m
  • Schwierigkeit: Mittelschwere Gratwanderung, die Trittsicherheit und etwas Orientierungssinn erfordert. Bei Nässe ist von der Tour abzuraten

Tourenplanung: Die genaue Tourenbeschreibung, Karte und Fotos findest du auf Alpintouren.com unter der
Wandertour Über die Schöderwacht auf das Schöderhorn.

Aufgerufen am 14.12.2018 um 05:53 auf https://www.salzburg24.at/archiv/ueber-die-schoederwacht-auf-das-schoederhorn-45351958

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